1. Aufgaben der Bibliothek

Inhalt unserer Arbeit ist die Erbringung von Dienstleistungen für unsere Benutzerinnen und Benutzer.

Wir stellen der Hochschule in ihren drei Erscheinungsformen Lehre, Studium und Forschung & Entwicklung unsere Services zur Verfügung und bilden - abhängig von den vorhandenen Ressourcen und dem Angebot des Informations- und Medienmarktes -

  • einen Informationspunkt
  • einen Lernort
  • ein Schulungszentrum.

Was heißt das im Einzelnen?

A. Informationspunkt:

Die Bibliothek organisiert den Zugriff auf multimediale Daten- und Informationsbestände inhouse wie auch aus externen Ressourcen (z.B. im WWW). Sie ist die erste Anlaufstelle für den informationssuchenden Studierenden und Lehrenden. Sie ermittelt Wissensressourcen und verschafft Zugriff darauf. Außerdem erstellt die Bibliothek eigenes Informationsmaterial etwa zum qualifizierten fachlichen Zugriff auf Wissensbestände im Internet.
Dabei konzentrieren wir uns auf verschiedene Benutzergruppen.

B. Lernort:

Die Bibliothek stellt sowohl für Arbeitsgruppen als auch für Einzelpersonen Lehr- und Lernmaterialien zur unmittelbaren Nutzung zur Verfügung. In steigendem Maße wird sie interaktiv nutzbare Selbstlernprogramme (Haus- und Fremdproduktionen) auf entsprechend ausgestatteten Multimedia-Arbeitsplätzen anbieten.

C. Schulungszentrum:

Das explodierende Wissen und die steigenden Anforderungen an Hochschulabsolventen machen es immer schwerer, zum jeweiligen Zeitpunkt über die richtige Information zu verfügen. Die Bibliothek vermittelt den souveränen und kritischen Umgang mit den Informationsressourcen, sie vermittelt Know How zum Handling von Suchdiensten und zum Umgang mit den Suchergebnissen. Daher ist die Durchführung von Benutzerschulungen und die aktive Teilnahme von Benutzerinnen und Benutzern an Recherchen besonders wichtig.


2. Qualitätsbewusstsein

Unser Ziel ist es, den Anforderungen unserer verschiedenen Benutzer möglichst optimal gerecht zu werden. Wir arbeiten dafür, die verschiedenen Tätigkeiten der Bibliothek ihren Benutzern transparent zu machen. Gestellte Aufgaben lösen wir schnell, unbürokratisch und kundennah. Wir bieten einen guten und aktuellen Bestand an. Wir haben benutzernahe Öffnungszeiten. Nicht vorhandene Bestände beschaffen wir möglichst rasch von anderen Bibliotheken.

Die Qualität unser Dienstleitungen möchten wir beständig weiterentwickeln, daher sind wir offen für Rückmeldung und andere Maßnahmen der Qualitätssicherung. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zu unserer Arbeit haben, sprechen Sie uns direkt oder per e-Mail an.

Kontakt: bibliothekfh-muensterde


3. Grundsätze unserer Arbeit

Wir versuchen, moderne Organisations- und Kommunikationsformen da einzusetzen, wo sie für unsere Arbeit erfolgversprechend sind.
Wir arbeiten daran, Informationen vollständiger und zielgerichteter fließen zu lassen.
Wir bemühen uns um kooperative Arbeitsstrukturen mit flachen Hierarchien.
Weiter- und Fortbildung spielt in der Bibliothek eine große Rolle.

Benutzergruppen der Hochschulbibliothek - Unsere Hauptkunden

  • Studierende
    Studierende erwarten grundlegende Nachschlagewerke, einführende Lehrwerke und weitere wichtige Basisliteratur. Hierzu bieten wir Fachzeitschriften leichten bis mittleren Spezialisierungsgrades sowie allgemeine elektronische Auskunftsmittel an.

  • Absolventen
    Absolventen bearbeiten spezielle (Forschungs)themen und benötigen deshalb spezielle Fachliteratur. Dazu gehört - neben den internationalen Buchhandelsveröffentlichungen - auch "graue Literatur", die nicht über den Buchhandel zu erhalten ist, also Preprints und Veröffentlichungen von (Forschungs)-Instituten, Firmen und anderen Institutionen. Außerdem müssen gedruckte und elektronische Nachweisinstrumente vorhanden sein, die das Bibliographieren relevanter spezieller Literatur erlauben.

  • Lehrende/Forschende
    Lehrende benötigen zum einen hochaktuelle (weiterführende) Grundlagenliteratur zur Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, zum anderen aber auch spezielle und hochspezielle Forschungsliteratur zu einzelnen (anwendungsbezogenen) Forschungsvorhaben. Neben einem nennenswerten lokalen Bestand ist der weltweite Zugriff auf gedruckte und elektronische Literatur erforderlich. Der Zugriff auf elektronische Informationsdienste wird vorausgesetzt.

  • Verwaltung/Sonstige Mitarbeiter
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung suchen Grundlagenliteratur zur Datenverarbeitung, Betriebswirtschaftslehre und anderen Gebieten. Hinzu kommen spezielle Interessen für juristische Fachliteratur.

  • Studierende anderer Hochschulen
    Die Bibliothek steht den Studierenden der staatlichen Hochschulen in NRW und der UAS-7 Hochschulen offen.

  • Externe
    Die Bibliothek steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt offen.


Lernen in der Hochschulbibliothek
In zunehmendem Maße entwickelt sich die Bibliothek zu einem Ort in der Hochschule, wo Lernen in unterschiedlichen Formen stattfindet.

Bislang wurden allein und in Gruppen Lehrveranstaltungen vor- und nachbereitet und größere Arbeitsaufgaben diskutiert und protokolliert. Mit der curricularen Ergänzung des Studiums durch projektorientiertes Lernen und Lehren kommen neue Anforderungen hinzu: Es besteht Bedarf an zusätzlichen Gruppenarbeitsmöglichkeiten und DV-gestützten Arbeitsplätzen für studentisches Lernen. Die Einbindung dieser neuen Arbeitsplätze in die Hochschulbibliothek ist sinnvoll, denn in der gemeinsamen Projekt- und Einzelarbeit kann so auf eine Kombination der verschiedensten Medien vom Buch bis zum Computer zurückgegriffen werden (Medienmix). Auf diesem Wege ist die Vermittlung weiterreichender Lernziele wie Interaktionsfähigkeit, kommunikative Kompetenz und Sprachkompetenz (Internationalität) möglich.

Hinzu treten die Möglichkeiten der computergestützten Wissensvermittlung, etwa der Visualisierung komplexer Sachverhalte, die das Verständnis der dargebotenen Lerninhalte fördert. Neben der erforderlichen Multimediatechnologie müssen die bestehenden Angebote unter qualitativen Gesichtspunkten gewichtet und in angemessener Weise fachlich aufbereitet betreut werden.

Auf diesen Gebieten hat die Bibliothek durch die Auswahl, die Erschließung und die Bereitstellung elektronischer Produkte und elektronischer Kataloge bereits umfangreiche Erfahrungen. Die Bereitstellung von multimedial aufbereiteten Lern- und Simulationsprogrammen ist ein wichtiger Bestandteil im zukünftigen Produktspektrum der Bibliothek.


Die Bibliothek als Schulungszentrum
Mit der Vermehrung und Weiterentwicklung insbesondere der elektronischen Informationsangebote im Internet unter der integrativen Oberfläche des WWW hat sich das Spektrum der Informationsmöglichkeiten stark erweitert. War es früher insbesondere in den technischen Fachdisziplinen eine überschaubare Palette gedruckter Nachschlagewerke und bibliographischer Hilfsmittel, die allenfalls durch gezielte bibliographische Recherchen in Online-Datenbanken ergänzt wurde, so ist inzwischen die Zahl der zu berücksichtigenden Informationsmittel um ein vielfaches gestiegen: Die überwiegende Zahl der Datenbanken sind heute Fakten - und Volltextdatenbanken, oft nicht dokumentarisch voll erschlossen. Daneben ist das Internet getreten, das ebenfalls in exponentiell steigender Zahl Volltexte anbietet. Hinzu kommt, daß die existierenden Dokumente die Möglichkeiten des elektronischen Publizierens in zunehmendem Maße nutzen: Hypertextstrukturen und Multimedia-Elemente, wie z. B. eingebaute intuitiv verständliche Animationen, ergänzen die konventionelle Textstruktur.

Insgesamt steigt die Zahl produzierter Medien weiterhin deutlich an.

In dieser Situation erwartet der Benutzer von der Bibliothek nicht nur Hilfen zur Erlangung der erforderlichen Informationen, sondern er will befähigt werden, eigenständig die vorhandene digitale Fachinformation zu nutzen. Die Bibliothek vermittelt ihren Benutzern Fertigkeiten zur gezielten Informationsgewinnung, zum Handling und zur Verarbeitung von Informationen. Beispiel ist etwa ein Kurs zum Umgang mit Suchmaschinen zur effizienten Nutzung der im Internet verfügbaren Informationen. Der Benutzer wird in die Lage versetzt, die vorhandenen Informationsträger kritisch zu sichten, in ihrem Aussagewert einzuschätzen und das für ihn relevante Material wissenschaftlich angemessen weiterzuverwerten, kurz: er gewinnt Medienkompetenz.

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