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Betreuung
Durchführung
Korrektur

Die Tabelle enthält eine Bewertung des Aufwands in verschiedenen Dimensionen durch die blau ausgefüllten Punkte.


Eine Open Book Ausarbeitung schreiben die Studierenden ortsunabhängig und unbeaufsichtigt in einem vorher von Ihnen festgelegten Bearbeitungszeitraum. Rechtlich gesehen handelt es sich daher um eine Variante der Hausarbeit.

Je nach Komplexität der Aufgabenstellungen wird eine Bearbeitungszeitraum von 3 bis 36 h empfohlen. Die tatsächliche Arbeitszeit ist jedoch geringer, da die Studierenden bei dieser Prüfungsform zwischendurch Pausen benötigen und zudem Zeit mit dem Herunterladen der Aufgaben sowie Hochladen der Ergebnisse verbringen. Ein positiver Nebeneffekt dieser Flexibilität ist, dass technische Probleme weniger ins Gewicht fallen.

In der Prüfung werden Fragen gestellt, die sich auf zentrale Themen und Fragestellungen der Veranstaltung, die in der Veranstaltung behandelte Literatur und / oder einzelne Sitzungen beziehen. Um Täuschungsversuchen vorzubeugen, ist es wichtig, dass diese Aufgaben im Vergleich zu einer Klausur mit Aufsicht variable oder individuelle Lösungen erfordern. Je nach Ausgestaltung der Prüfung sind zwei unterschiedliche Wege der Umsetzung zu empfehlen:


1. ILIAS Übung: Hier werden zunächst die Aufgaben in einem ILIAS Kurs freigeschaltet. Nach der Bearbeitung durch die Studierenden reichen sie diese bis zu einem vorher definierten Zeitpunkt digital ein. Dies ist geeignet für offenere Aufgaben. Der Bearbeitungszeitraum ist daher länger.

2. ILIAS Test: Für schriftliche Arbeiten, die in eher kurzen Zeiträumen und stärker zeitgleich bearbeitet werden sollen. Auf einige Fragen gibt es zudem nur eine begrenzte Anzahl richtiger Antwortmöglichkeiten. Täuschungsversuchen kann hier bspw. durch die Randomisierung von Aufgaben entgegengewirkt werden. Höhere Aufwand für die Fragenentwicklung und Umsetzung in ILIAS.

Beide Formate können anstatt oder ergänzend zu einer Prüfung am Semesterende auch semesterbegleitend stattfinden.

Im Anschluss an die Einreichung über ILIAS müssen die Studierenden in einigen Fachbereichen einen Ausdruck der Lösungen zusammen mit einer unterschriebenen Selbstständigkeitserklärung per Post oder persönlich in der Hochschule einreichen.

Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die geänderte AT PO vom 12. Januar 2021, dort insbesondere die Anlage zu den Anforderungen an Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren.

Aufgepasst: Die Fragestellung macht den Unterschied

Die Studierenden können und dürfen alle ihnen vorliegenden Materialien sowie das Internet zur Beantwortung der Fragen nutzen. Open-Book Ausarbeitungen prüfen nicht das Erinnerungsvermögen der Studierenden, sondern ihre Fähigkeit passende Informationen zu finden, diese zur Lösung von Problemen zu nutzen und / oder eine gut strukturierte Argumentation aufzubauen.

Daher sollten offenere Fragen gestellt werden, die Antworten in Essay-Form erfordern, d. h. die Antworten enthalten argumentierende, analysierende, beschreibende und reflektierende Elemente. Diese Fragen dürfen anspruchsvoll sein und sich auf das gesamte Kursmaterial beziehen, da die Studierenden mit mehr Ressourcen als bei einer gewöhnlichen Klausur ausgestattet sind. Je komplexer die Fragen und je individueller die Antworten sind, desto geringer ist der Nutzen eines Austauschs zwischen den Prüflingen, desto weniger finden sich fertige Antworten im Internet und desto mehr Bearbeitungszeit kann ihnen eingeräumt werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass diese Form der Prüfung den Anforderungen der beruflichen Praxis näherkommt als eine typische Klausursituation. Eine gute Leistung erfordert hier analytische und kreative Fähigkeiten sowie ein gutes schriftliches Ausdrucksvermögen.

Ein Nachteil besteht allerdings in dem hohen Korrekturaufwand solcher Aufgaben. Wenn deshalb doch stärker vorstrukturierte Aufgaben verwendet werden, ist eine Reduzierung der Bearbeitungszeit zu empfehlen. Eine gute Leistung erfordert hier vor allem ein gut strukturiertes Wissen, eine schnelle Auffassungsgabe sowie kompakte und gut aufbereitete Lernunterlagen.

Tipp: Den Studierenden das neue Format näherbringen

Im Vorhinein muss eine Klärung der Prüfungsstandards erfolgen. Fachbegriffe und Termini sollten mit Hinweis auf deren Ursprung verwendet werden, die Nennung von Zitaten ist bei einem kürzeren Bearbeitungszeitraums zu vernachlässigen. Wie bei Hausarbeiten auch sollten sämtliche Hilfsmittel angegeben werden. Bei schriftlichen Ausarbeitungen ist auch die Angabe einer Zeichenzahl sinnvoll. Studierende sollten zudem die Möglichkeit haben, sich in diesem Format bspw. in Form einer Probeklausur zu testen. Dadurch wird neben der Akzeptanz des neuen Formats auch die Einsicht begünstigt, dass eine gute Vorbereitung auch für Open-Book-Ausarbeitungen unabdingbar ist.

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