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Corona-Schutz aus dem 3D-Drucker: Wir produzieren Kopfhalterungen für Visiere

Mal eben etwas im 3D-Drucker herstellen – an unserer Hochschule kein Problem. Das gilt auch für Kopfhalterungen für Schutzvisiere. Acht Fachbereiche drucken Hunderte davon und helfen damit in der Krise. 

Schutzausrüstung ist Mangelware, wird aber dringend benötigt – auch beim Krisenstab Steinfurt und in Krankenhäusern. Es fehlen zum Beispiel Schutzvisiere für das Gesicht. Um die zu produzieren, sind viele helfende Hände und 3D-Drucker gefragt. Davon haben wir reichlich – und sind kurzerhand in die Produktion eingestiegen.

Seit Tagen laufen die 3D-Drucker in den Laboren und Werkstätten der Fachbereiche Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Energie – Gebäude – Umwelt, Maschinenbau, Physikingenieurwesen, Architektur, Bauingenieurwesen und Design auf Hochbetrieb. Am Projekt beteiligt sind außerdem die Datenverarbeitungszentrale (DVZ) und das Dezernat Gebäudemanagement mit seiner Zentralwerkstatt. Das Ziel in Münster und Steinfurt: möglichst viele Halterungen produzieren. Daran werden Folien befestigt, die das Saerbecker Unternehmen Fotowerbung Waisznor für den Krisenstab Steinfurt kostenlos zur Verfügung stellt, und fertig ist der Schutz. „Im Prinzip ist das wirklich ziemlich einfach“, sagt Maschinenbauinformatik-Student Ludger Wieneke. Er ist auch wissenschaftliche Hilfskraft im Labor von Prof. Dr. Hilmar Apmann – und hält dort den 3D-Drucker in Beschlag. „Wir speisen die digitale Vorlage der Halterung ein und starten den Druckprozess. Dann arbeitet die Maschine von ganz allein.“ Sieben bis acht Stunden dauere es insgesamt, dann seien zwei Bügel fertig. „Unser Drucker hier im Labor ist groß genug, sodass wir gleich mehrere Bügel nebeneinander drucken können“, sagt der 24-Jährige.

Und das passiert gerade nicht nur an den Fachbereichen, sondern auch zu Hause: Viele der Studierenden besitzen privat einen 3D-Drucker und werfen diesen bereitwillig an. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig“, freut sich Petra Kraus-Brauckmann vom Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Sie koordiniert die Aktion.

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