Logo der FH-Münster
Einrichtungs-Logo
Einrichtungs-Logo
Die Studierenden der Vertiefungsrichtung Umwelttechnik konnten bei der EGW einen Blick hinter die Kulissen werfen. (Foto: FH Münster / FB Energie - Gebäude - Umwelt)


Münster/Steinfurt (16. Juli 2015). Deckel auf, Müll rein, Deckel zu, die Tonne an die Straße stellen und entleeren lassen: Wo für die meisten Menschen der Kontakt mit dem Müll endet, werden die Studierenden der Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik neugierig. Was passiert mit unserem Müll? Wie viel davon kann wiederverwertet werden? Welche Verfahren sind die umweltschonendsten?

16 Studierende der Vertiefungsrichtung Umwelttechnik haben in diesem Sommer unter der Leitung von Prof. Dr. Detlef Römermann die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) besucht. Dort konnten sie die Verfahren rund um Kreislauf- und Abfallwirtschaft auf einem fachlich hohen Niveau auch in der Praxis kennenlernen. Von der Annahmestelle im Recyclinghof bis zum Abtransport von hochwertigem Kompost wird auf dem EGW-Gelände in Gescher fast die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt.

Was passiert mit dem Müll?

Das, was in Gescher ankommt, ist vielfältig: Abfälle aus Haus- und Sperrmüllsammlungen sowie hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, aber auch Grün- und Bioabfall werden verarbeitet. Eine Besonderheit der EGW ist die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage, die für die Studierenden besonders interessant ist. Durch verschiedene Abläufe werden dort möglichst viele Inhaltsstoffe isoliert und der passenden Verwertung zugeführt. So schrumpft der eigentliche Abfall um 70 Prozent auf ein letztes Drittel, das eingelagert werden muss. "Die Sichtkontrolle, Radlader, die den Müll in einen Zerkleinerer schaufeln, Grobfilter mit Metallabscheidern und Windabscheidern, die Metalle magnetisch anziehen bzw. Leichtstoffe herauspusten, und verschiedene Verrottungsstufen bis zum fertigen Kompost - all das können die Studierenden dort mit eigenen Augen sehen und den Fachleuten dazu Fragen stellen. Das ergänzt die Vorlesungsinhalte optimal", erklärt Römermann.

Nachhaltigkeit im gesamten Kreislauf

Außerdem bietet die EGW nicht nur im Umgang mit Müll, sondern auch als Unternehmen ein erfolgreiches Nachhaltigkeitskonzept, das dem interdisziplinären Ansatz des Fachbereichs Energie · Gebäude · Umwelt entspricht: Dank einer Vergärungsanlage, in der aus Reststoffen mit organischem Anteil Energie gewonnen wird, einer Windkraft- und einer Photovoltaikanlage schafft der Abfallwirtschaftsbetrieb eine ausgewogene Energiebilanz.

Ein Semester lang hatten sich die Studierenden in Römermanns Vorlesung Abfallwirtschaft bereits theoretisch mit den Themen Entsorgung und Wiederverwertung beschäftigt. Die Abläufe unmittelbar zu erleben, hat aber nochmal eine besondere Qualität: "Die Dimensionen, die hinter dem Thema stecken, live zu erleben, ist für die Studierenden ein echter Mehrwert - und festigt außerdem das klausurrelevante Wissen aus dem Semester", erklärt Römermann.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Widerruf finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Seite drucken