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Münster/Steinfurt (25. August 2020). Eine besondere Ehre für Anna Gillert und Yannick Wölker - die Masterabsolventin und der Bachelorabsolvent der Informatik erhielten in diesem Jahr einen Hochschulpreis für ihre herausragenden Abschlussarbeiten aus 2019.

Mit insgesamt 26 Hochschulpreisen ehrt das Präsidium der FH Münster gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde der FH Münster (gdf) jährlich die besten Absolventinnen und Absolventen aller Fachbereiche und des Münster Centrums für Interdisziplinarität (MCI). Für Gillert war es bereits die zweite Auszeichnung - auch für ihre Bachelorarbeit erhielt sie 2017 einen Hochschulpreis. Wegen Corona fiel die Feierstunde "Ausgezeichnet." aus.

Yannick Wölker (Foto: privat)

Zur Bachelorarbeit von Yannick Wölker:
Yannick Wölker optimierte in seiner Abschlussarbeit beim Softwareentwickler Logistische Informationssysteme AG (LIS) die Wartung von IT-Systemen mittels sogenannter Metaheuristiken. Damit die Transport Management Software des Unternehmens leistungsfähig ist und stabil läuft, müssen die anfallenden Datenmengen auf den Servern regelmäßig aufgeräumt werden. Verschiedene Aufgaben und Phasen im Alltagsgeschäft sorgen dafür, dass die Server unterschiedlich stark ausgelastet sind. Wölker suchte nach einem Algorithmus, der das Aufräumen in Zeiträume verlegt, in denen die Systeme wenig ausgelastet sind. Dazu verwendete er Metaheuristiken, also Algorithmen, deren Arbeitsweise durch Abläufe in der Natur inspiriert sind. Sie modellieren beispielsweise das Verhalten von Ameisen, die durch Schwarmintelligenz den kürzesten Weg zu einer Futterquelle finden und dadurch die Nahrungssuche optimieren. In einer Reihe von Tests variierte Wölker unterschiedliche Parameter. Dadurch konnte er schließlich einen Algorithmus ausmachen, der sich für die Wartung besonders eignet.
Betreuung: Prof. Dr. Jürgen te Vrugt, Dipl.-Ing. Thomas Roters

Anna Gillert (Foto: privat)

Zur Masterarbeit von Anna Gillert:
In ihrer Masterarbeit beim Softwareentwickler Escrypt entwickelte Anna Gillert ein neues Testsystem für Sicherheitschips in KFZ-Steuergeräten, das auf dem sehr verbreiteten Netzwerktyp CAN basiert. Steuergeräte erfüllen in Autos Regelungsfunktionen von der Beleuchtung bis hin zu den Scheibenwischern. Seit einigen Jahren haben sie immer häufiger einen integrierten Sicherheitschip, ein sogenanntes Hardware Security Module (HSM). Das HSM übernimmt Security-Funktionen und hat eine eigene Software, die während der Entwicklung regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden muss. Bisher waren die für den Test notwendigen Daten in eine weitere Software integriert, die direkt auf dem Steuergerät läuft. In der Handhabung brachte das einige Nachteile mit sich. Wollte man Testdaten ändern oder hinzufügen, musste die angepasste Software zeitaufwendig auf das Steuergerät übertragen werden. Gillert schrieb eine neue Software, die die Tests schneller und einfacher macht. Es läuft weiterhin ein Testprogramm auf dem Steuergerät, allerdings kommen die Daten von einem externen Computer über das CAN-Netzwerk. Die Software reicht die Testdaten weiter an den Sicherheitschip und schickt die Ergebnisse zur Auswertung zurück an den Computer.
Betreuung: Prof. Dr. Nikolaus Wulff, Dr.-Ing. Rafael Reinhold



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