Logo der FH-Münster
Einrichtungs-Logo
Einrichtungs-Logo
Foto: Prof. Dr. Enka Gläseker, Teaserfoto: Lea Niehues

Gleich zwei Seminare unternahmen in diesem Jahr eine Exkursion zum Vinzenzwerk in Handorf, dem Sozial- und Heilpädagogischen Heim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Dort hieß es: Aufsteigen und ausprobieren. Rund 60 Studierende aus den Seminaren von Prof. Dr. Enka Gläseker (Tiergestützte Therapie) und Prof. Dr. Holger Domsch (Klinische Entwicklungspsychologie) erfuhren am eigenen Leib, was der tiergestützte Ansatz mit dem Pferd bewirken kann. Dafür führte die Sozialarbeiterin und Reittherapeutin Nicole Jaite-Hanke zunächst mit einer Prise Theorie ein, bevor es in die Reithalle ging. Gemeinsam aushandeln, wer zunächst aufs Pferd geht, Aufgaben verteilen, gegebenenfalls Ängste überwinden, Vertrauen schenken, Gleichgewicht halten und den Bewegungen des Pferdes nachspüren, eigene Erfolge für sich verbuchen - dies sind nur einige wenige Punkte, die bei dem Ansatz angesprochen werden. Es gibt direkte Rückmeldung entsprechend seiner Art. Ein Beispiel: Streiten sich Kinder auf dem Reitplatz oder werden zu laut, wird das Pferd unruhig. Was in anderen Kontexten schwer fällt, ist hier plötzlich einfacher, da es einleuchtet: Man muss sich ruhig einigen. Ist jemand zu ängstlich auf dem Pferd, bleibt es möglicherweise stehen und benötigt noch einmal Zuspruch. Vor allem ist das Pferd für die meisten Kinder positiv besetzt. Gerade für Kinder (aber nicht nur) aus prekären Lebenslagen, die möglicherweise ungünstige Beziehungserfahrungen gemacht haben, bietet sich das Pferd als Beziehungspartner an. So lässt sich im Beziehungsdreieck zwischen Pferd-Kind-Pädagoge arbeiten.

Trotz des kurzen Einblicks im Rahmen der Exkursion konnten die Studierende durch das eigene Erleben auf dem Pferd schon viele der Punkte selbst nachempfinden. Entsprechend positiv haben die Studierenden Bilanz gezogen.

Seite drucken