Im Projektzeitraum von Mai 2013 bis März 2015 wurde das Modellprojekt "Mentoring Soziale Arbeit" konzipiert und durchgeführt und konnte dank der Förderung und Unterstützung vom Wandelwerk - Zentrum für Qualitätsentwicklung der FH Münster entwickelt und verstetigt werden.

Mentoring Soziale Arbeit- was ist das?

Martina Kriener mit Mentees und Mentor*innen

Im "Mentoring Soziale Arbeit" werden Studierende der Sozialen Arbeit (Mentees) durch erfahrene Fachkräfte als Mentor*innen begleitet. Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen aus verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit mit unterschiedlichen Berufsverläufen und Funktionen bieten praktischen und theoretischen Einblick und Austausch. Mit Tipps und Hinweisen für das Berufsfeld Soziale Arbeit bietet das Mentoring den Mentees sowohl Orientierungshilfe im Studium, als auch Unterstützung beim Übergang Studium-Beruf. Der Theorie- Praxis Transfer wird vertieft und die Identitätsfindung des Berufsbildes geschärft.

Das Mentoring kann im Studienverlauf wie auch gegen Ende des Studiums sinnvoll platziert sein.

Im Studienverlauf…..

  • bietet das Mentoring den Mentees Orientierung in Bezug auf die Gestaltung des weiteren Studiums. Mit Unterstützung einer/s Mentors/in können Studierende ihren Überblick zu den Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit vertiefen. Ein/e Mentor*in kann dabei unterstützen, den für sich richtigen Vertiefungsbereich auszuwählen, passende Seminare im Studium zu belegen oder bei der Auswahl und Suche einer Praktikumsstelle unterstützen. Zudem entstehen Kontakte, die im Laufe des Studiums hilfreich sein können.

Gegen Ende……

  • bietet das Mentoring vor allem Orientierung für den Übergang Studium-Beruf.
    Der Abschluss ist zum Greifen nahe, doch wo soll es nach dem Studium hingehen?
    Wie gestalte ich meinen Berufseinstieg?
    Master, ja oder nein? Worauf achten potentielle Arbeitgeber aus der Sozialen Arbeit?
    Die Mentor*innen können hier Tipps geben und beraten. Da sie teilweise selbst in Leitungspositionen sind wissen sie, was sich hinter den Kulissen der Arbeitswelt abspielt. Auch über das Studium hinaus können sich Mentees weiter begleiten lassen. Vor allem in der heißen Bewerbungsphase oder beim Antreten des ersten Jobs ist es unterstützend mit einer erfahrenen Fachkraft diese Zeit zu reflektieren.

Wie läuft das Mentoring ab?

  

Für 6 Monate oder länger werden Tandems aus Studierenden und Sozialarbeiter*innen/ Sozialpädagog*innen gebildet. In dieser Zeit finden mindestens 6 Gespräche statt. Ob im Studienverlauf oder am Ende - Mentee werden können alle Studierenden ab dem 2. Semester.

Eine Mentorenschaft übernehmen können aber auch Diplom-Pädagog*innen, die im Feld Sozialer Arbeit tätig sind.

Zu Beginn bewerben sich Mentees wie auch Mentor*innen mit einem entsprechenden Profilbogen, den Sie bei der Projektkoordination anfordern oder auf dieser Seite downloaden können (siehe "für Mentees"/ "für Mentor*innen"). Die Profilbögen der Mentor*innen werden anonymisiert auf der E-learning Plattform Ilias eingestellt. Die Mentees können so alle Mentor*innen-Profile einsehen und Wünsche äußern, die soweit möglich berücksichtigt werden. Mit diesem Voting nimmt dann die Projektkoordination die weitere Tandembildung vor.

Bei der Rollenfindung erhalten die Mentees und auch die Mentor*innen Unterstützung in Form einer Einführungsveranstaltung vor Beginn des Mentorings. Nach einem ersten Kennenlerntreffen entscheiden beide Tandempartner, ob sie das Mentoring zusammen eingehen möchten oder nicht.

Was sagen Mentees und Mentor*innen dazu? - Statements aus der Praxis

Martina Kriener mit Mentor*innen

Mentees

Mentor*innen

"Ich hätte nicht gedacht, dass es mir nach zwei Treffen schon so viel bringt für den Berufseinstieg. Wir haben schon über mögliche Stellen gesprochen, was für mich in Frage kommen könnte - soweit hatte ich vorher gar nicht gedacht."

"Personalentwicklung bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Hierzu gehört auch die Gewinnung von engagierten Fachkräften und da bietet aus meiner Sicht das Mentoringprogramm eine gute Möglichkeit." (Regionalleiterin eines Jobcenters)

"Das Mentoring kam in einer Phase, in der alles verwertbar und wichtig ist, einfach um die eigene Meinung weiterzuentwickeln, um zu sehen was man möchte und was nicht. Und selbst jemand, der ganz genaue Vorstellungen davon hat, was er machen möchte und wie sein Lebenslauf aussehen soll , dem würde ich das Mentoring auch nahe legen, einfach weil's schön ist, da noch weitere Strukturen kennenzulernen."

"Um Stillstand zu vermeiden und den beruflichen Alltag zu hinterfragen,

ist das Mentoring ein ganz tolles Mittel." (Leiter einer Einrichtung der freien Straffälligenhilfe)

"…dass man jemanden an der Seite hat, der in irgendeiner Sache erfahrener ist als man selbst und der einen ein Stück weit an die Hand nimmt aber wiederrum keine konkreten Schritte oder Ziele vorgibt. Jemand, an den man seine Fragen richten kann, der einem aber nicht sagt, was man letztendlich zu tun hat. Ein Mentor ist für mich jemand, der einen ein Stück weit begleitet."

"Wir haben uns im Café getroffen. Sie war sehr nervös und ich habe das sofort thematisiert. Ich habe ihr gesagt, sie bräuchte überhaupt nicht nervös zu sein, ich hätte auch die Buchsen voll." (Mitarbeiter einer Wohnstätte für psych. Erkrankte)

Materialien für Mentees und Mentor*innen

Für Mentees

Für Mentor*innen

Für Mentees und Mentor*innen

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