Daten und Förderer

Laufzeit: 01.06.2016 - 31.05.2019
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning
Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt
Mitarbeiter: M.Eng. Christian Schmidt
Andrea Börgermann
Kooperationspartner: WSW Energie Wasser AG
Bromberger Straße 39
42281 Wuppertal
christian.massingwsw-onlinede
Stadt Warendorf
Freckenhorster Straße 43
48231 Warendorf
berthold.museleraw-wafde
Dr. Pecher AG
Klinkerweg
40699 Erkrath
holger.hoppepecherde
Finanzierung: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)

Projektbeschreibung: Detektion von Fehleinleitungen in Trennsystemen und Reduktion der resultierenden Gewässerbelastung (DETEK-T)

Einleitung von Schmutzwasser in ein Gewässer (Foto: FH Münster/FB Energie - Gebäude - Umwelt)

Schmutzwasserleitungen, die an Regenwasserkanäle fehlangeschlossen wurden, oder Verbindungen der Schmutzwasserkanalisation zur Regenwasserkanalisation (z. B. Überläufe) führen zu ökologischen Gewässerbelastungen. Das Ausmaß dieser Belastungen wurde bislang nicht näher bestimmt. Neben ästhetischen Beeinträchtigungen, beispielsweise durch angeschwemmte Hygieneartikel im Uferbereich, entstehen durch Zehr- und Nährstoffe auch Geruchs- und Algenbelastungen. Besonders schwer wiegt jedoch der Eintrag von Keimen und Mikroschadstoffen in die Gewässer. Daraus resultieren Probleme, wie beispielsweise hygienische Einschränkungen (Badegewässerqualität) bis zur möglichen Belastungen des Trinkwassers.

 

Für Fehleinleitungen sensibilisieren

Eine exakte Lokalisierung dieser Fehleinleitungen ist mit herkömmlichen Verfahren wie Kanal-TV-Untersuchungen, Benebelungen oder Tracerzugaben nur eingeschränkt möglich. Im Rahmen des Projektes werden innovative Techniken zur Detektion und Konzepte zur anschließenden Beseitigung der Fehleinleitungen in trennentwässerten Kanalisationen in NRW entwickelt.

Das Untersuchungskonzept ist durch folgende Teilziele bzw. Maßnahmen geprägt:

  1. Quantifizieren: Überschlägliche Ermittlung der Größenordnungen des Schmutzfrachteintrages durch fehlangeschlossene Schmutzwasserleitungen in Trennsysteme für zwei Beispielkommunen (Wuppertal und Warendorf)
  2. Feststellung des momentanen Umgangs von Kommunen mit Fehlanschlüssen
  3. Detektieren: Untersuchung und Entwicklung von Techniken und Konzepten zur Detektion von Fehleinleitungen.
  4. Beseitigen: Entwicklung konkreter Maßnahmen und Konzepte zur Beseitigung von Fehleinleitungen unter Berücksichtigung möglicher Hindernisse bei der praktischen Umsetzung.
  5. Vermeiden: Dokumentation in einer Handlungsempfehlung (Leitfaden), die es den Kommunen in Zusammenarbeit mit den Behörden ermöglicht, bestehende Fehleinleitungen sukzessive zu beseitigen und künftig Fehleinleitungen zu vermeiden.
Versuchsaufbau im Labor für Hydraulik und Stadthydrologie (Foto: FH Münster/FB Energie - Gebäude - Umwelt)

 

Dem Schmutzwasser mit Glasfaserkabeln auf der Spur

Schmutz- und Regenwasser haben unterschiedliche Temperaturen. Durch den Einsatz von Glasfaserkabeln in der Regenwasserkanalisation können Fehleinleitungen aufgrund der Temperaturdifferenzen detektiert werden. Dieses Konzept soll weiter entwickelt werden, so dass eine breitere Anwendung künftig möglich wird. Für das Land NRW wird ein Leitfaden für die Kommunen entwickelt, der Konzepte zur Detektion und Beseitigungen von Fehleinleitungen aufzeigt.

Seite drucken