Umwelttechnik
Studium der Umwelttechnik

Um unsere Umwelt zu schützen, müssen wir sie erst einmal verstehen. Biologie und Mikrobiologie, Chemie und Physik bilden das Grundgerüst für die Umwelttechnik und garantieren das grundlegende Verständnis des Systems "Umwelt".

Darauf aufbauend vermitteln wir innovative Technologien zur Ver- und Entsorgung. Der Umweltschutz hat dabei durch eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen oberste Priorität.


Aufbau und Inhalte des Studiums

Das Studium der Umwelttechnik gliedert sich in verschiedene Phasen:

  • das Grundstudium zur Vermittlung der ingenieurtechnischen Basiskenntnisse und -fähigkeiten,
  • das Haupstudium mit Themen der umwelttechnischen Anwendungen,
  • der Praxiszeit, die in einem Unternehmen außerhalb der FH stattfindet
  • und der Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelor-Grades.

Gut zu wissen:

Das Grundstudium ist für alle Studierenden der Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik identisch. Sie studieren alle gemeinsam. Deshalb können Sie ohne Probleme bis zum dritten Semester den Studiengang wechseln, wenn Sie möchten!

1. - 2.
Semester
Grundstudium

Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagenmodule
z.B. Mathematik, Physik, Chemie

Ingenieurwissenschaftliche Grundlagenmodule
z.B. Werkstoffkunde, CAD, Mechanik, Elektrotechnik, Strömungstechnik oder Thermodynamik

3. - 5.
Semester
Hauptstudium

Ingenieurwissenschaftliche Anwendungsmodule
z.B. Wasserversorgung, Abwassertechnik, Immissionsschutz, Angewandte Chemie, Angewandte Biologie und Verfahrenstechnik, Abfall- und Recyclingwirtschaft, Wasser- und Windenergienutzung, Stadthydrologie und Gewässerschutz, Biomassenutzung, Kraftwärmekopplungsanlagen oder Elektromobilität

6./7.
Semester
Praxiszeit
&
Abschluss

Im 6. Semester sammeln Sie Praxiserfahrung.
Entweder absolvieren Sie eine 12-wöchige Praxisphase oder ein 20-wöchiges Praxissemester in einem Unternehmen.
Oder Sie legen ein Auslandsemester an einer anderen Hochschule ein!

Und zum Ende Ihres Studiums schreiben Sie ihre Bachelor-Arbeit.

Wie vermitteln wir Inhalte?

Wir vermitteln Studieninhalte durch

  • Vorlesungen, in denen die nötigen theoretischen Grundlagen dargestellt und erläutert werden.

  • Übungen, in denen Fallbeispiele und Aufgaben gezielt auf Prüfungen und Praxis vorbereiten.

  • Praktika, in denen praxisorientiertes Wissen in unseren Laboratorien und Versuchshallen und im Rahmen von Feldversuchen vermittelt wird.

  • Exkursionen zu unterschiedlichen umweltspezifischen Anlagen.

Wie sieht das Studium aus?

Die Energie-, die Gebäude- und die Umwelttechnik bauen auf gemeinsamen Grundlagen auf und verfolgen das gleiche Ziel: den nachhaltigen und effizienten Umgang mit unseren Ressourcen.

Deshalb sind die drei Bachelorstudiengänge miteinander verzahnt. Das Studium ist

  • interdisziplinär:
    Die Umwelttechnik steht mit den beiden Fachrichtungen Energietechnik und Gebäudetechnik in wechselseitigem Austausch. Deshalb bieten wir unseren Studierenden durch den Aufbau des Studiums auch die Möglichkeit, über den Tellerrand ihrer Vertiefungsrichtung hinauszuschauen.
    Sie lernen nicht nur, komplexe technische Systeme zu verstehen, sondern auch interdisziplinär zu denken.

  • praxisorientiert:
    Wir bilden für die Praxis aus. Viele Labor-Praktika und Exkursionen stellen sicher, dass Sie die Anwendung Ihres Wissens nicht aus dem Blick verlieren.

  • vernetzt und international:
    Wir arbeiten ständig an Kooperationen mit Unternehmen und Hochschulen. So können Sie Ihr Wissen durch die Praxiszeit oder ein Semester an einer anderen Hochschule ausbauen - auch im Ausland.

  • stark in Forschung und Wissenstransfer:
    Unsere Studierenden sind am Puls der Zeit, weil sie vom Wissen aus unseren Forschungsprojekten profitieren. Wir entwickeln anwendungsorientierte Lösungen zu aktuellen Problemen.

Voraussetzungen

Für die Aufnahme eines Studiums der Umwelttechnik gelten einige Voraussetzungen:

  • Sie benötigen eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife, etc.).
  • Sie müssen ein 8-wöchiges Vorpraktikum absolviert haben.

Hochschulzugangsberechtigung

Um ein Studium der Umwelttechnik aufnehmen zu können, müssen Sie über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen.

In aller Regel ist das ein Abitur oder ein Fachabitur.

Meisterinnen, Meister und vergleichbar Qualifizierte haben auch die Möglichkeit zum Hochschulstudium, es müssen jedoch einige Vorausetztungen erfüllt sein. In diesem Fall setzen Sie sich ruhig mit uns in Verbindung und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Vorpraktikum

Als Voraussetzung für das Studium müssen Sie ein 8-wöchiges Praktikum absolviert haben. Dies soll in einem technischen oder überwiegend technischen Bereich erfolgen. Lesen Sie dazu in der unten stehenden Datei nach, in welchen Berufsfeldern Sie das Praktikum absolvieren können. Das Praktikum muss bis zum Beginn des dritten Semesters nachgewiesen sein.

Falls Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, kann diese stattdessen anerkannt werden. Welche Berufe dafür infrage kommen, können Sie auch der unten stehenden Datei entnehmen.

Wenn Sie ein Freiwillig Soziales Jahr (FSJ) oder Freiwillig Ökologisches Jahr (FÖJ) abgeleistet haben, erkennen wir dieses mit 6 Wochen auf das Vorpraktikum an. Ihre Tätigkeiten, die Sie im Bundesfreiwilligendienst (BfD) ausgeübt haben, erkennen wir ebenfalls mit 6 Wochen an.


Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums sind Sie Ingenieurin oder Ingenieur mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Im Anschluss daran haben Sie die Möglichkeit, ein weiterführendes Masterstudium zu absolvieren. Der Fachbereich EGU bietet Ihnen auch dazu ein Studienangebot an.


Berufsaussichten, Arbeit und Arbeitgeber

Der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren in den Fachrichtungen der Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik wächst stetig. Am Arbeitsmarkt sind Fach- und Führungskräfte gefragt, die technisch fit sind und Sachverhalte auch in größeren Zusammenhängen beurteilen können. Unsere Fachingenieure sind durch ihre technisch-naturwissenschaftlichen Vorkenntnisse dafür bestens geeignet. Berufsaussichten und Bezahlung sind überdurchschnittlich gut, oft werben Unternehmen bereits vor Studienabschluss um unsere Absolventen.

Was machen Ingenieure der Umwelttechnik?

Ingenieure der Umwelttechnik tüfteln nicht an einzelnen Produkten, sondern entwickeln und optimieren die Systeme, in denen Technik zusammenwirkt. Sie planen, entwickeln, organisieren, überwachen, sie betreuen Kunden und erstellen Angebote. So verändern sie das große Ganze und bereiten Wege für eine nachhaltigere Zukunft.

Einen guten Überblick dazu bieten unsere Akademischen Jahrbücher, die eine Zusammenfassung der Themen der Bachelor- und Masterarbeiten beinhalten.

Wo arbeiten sie?

So vielfältig wie ihre Aufgaben sind, sind auch die Arbeitgeber von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Umwelttechnik, zum Beispiel Kommunen und Stadtwerke, große Industrieunternehmen, Industrieparks oder umweltechnische Ingenieurbüros sowie staatliche Institutionen.