Milch aus der PET-Flasche – innovativ und stylisch

Designstudierende der FH Münster erhalten Auszeichnungen auf der drinktec in München


Drei Milchflaschenentwürfe auf der Messe
Preisträgerflaschen auf der drinktec: Die dreieckige Flasche (l.) und der Haferdrink (Mitte) wurden mit ersten Preisen ausgezeichnet, eine weitere Gruppe gewann mit dem Konzept „Teil mich“ (r.) einen dritten Preis. (Foto: FH Münster/Fachbereich Design)
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Münster (15. September 2017). Eine dreieckige Milchflasche? Ja, das geht, sieht super aus und ist aus PET – einem thermoplastischen Kunststoff, der gerade die Milchindustrie erobert. „Der Entwurf stammt von unseren Studierenden Robin Kämereit, Thomas Schäper und Fabrice Diedrich. Damit haben sie der Milchverpackungsindustrie auf jeden Fall Impulse geliefert“, so Prof. Rüdiger Quass von Deyen, Prodekan am Fachbereich Design der FH Münster. Das sieht auch die KHS-Gruppe so, einer der führenden Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie. Denn sie zeichnete jetzt auf der drinktec in München, der Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie, dieses Konzept mit einem ersten Preis aus. Das Unternehmen hatte am Fachbereich Design einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem neue Flaschenformen für Milchmixgetränke unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Aspekten plus dazu passende Vermarktungsstrategien entwickelt werden sollten.

Zwei weitere erste Preise gingen an Tim Meyersick für einen Haferdrink und an das Team von Benedikt Lüke und Julian Laß für eine außergewöhnliche Schulmilch. Auch weitere Studierende des Fachbereichs waren mit ihren Konzepten erfolgreich. Alle Gruppen haben die Jury durch den innovativen Umgang mit dem PET-Material überzeugt – dieses ist nicht nur kostengünstiger als die bisher oft verwendeten Tetrapacks, sondern obendrein wirtschaftlich beim Recyceln und lässt mehr Freiraum in der Gestaltung des Produkts. Und es ist gerade im Trend: In Südeuropa greifen immer mehr Menschen zur PET-Milchflasche im Supermarktregal. Aber auch der direkte Marktbezug und der originelle Ansatz der Vermarktung spielte eine wichtige Rolle und war ebenfalls Bestandteil der Aufgabenstellung im Wettbewerb.

„Ich finde es toll, wie tief sich unsere Studierenden in die Materie der Milchverpackungsproduktion eingearbeitet haben. Alle Gruppen haben die technischen Vorgaben nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Logistik berücksichtigt. Zum Beispiel, wie die Flaschen auf Europaletten für den Transport oder im Regalraum gestapelt werden können“, so Quass von Deyen, der die Teilnehmer in München begleitete und das interdisziplinäre Projekt, bei dem die beiden Studienschwerpunkte Produkt- und Kommunikationsdesign zusammenarbeiteten, gemeinsam mit Prof. Torsten Wittenberg betreute.

Eine tolle Bestätigung für die Studierenden: Erste Hersteller, mit denen KHS zusammenarbeitet, haben bereits ihr Interesse an den Entwürfen bekundet. Und auch mit KHS und dem Fachbereich Design der FH Münster wird es im nächsten Jahr weitergehen: Noch mehr Wettbewerbe sind geplant – nach diesem erfolgreichen Auftakt zu den Milch- und Milchmixgetränken.

 

Zum Thema:
Die Ausbildung am Fachbereich Design der FH Münster schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang Design – Information und Kommunikation an.

 


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