Behandlungsverfahren für Aschen aus Holzfeuerungsanlagen

Diverse Holzaschen

Infolge des am 29. März 2000 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) (am 01.08.2004 letztmalig novelliert) und der zugehörigen Verordnung über die Erzeugung von Strom aus Biomasse (BiomasseV) wird die Anzahl an Holzfeuerungsanlagen in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter steigen.
Die Entsorgung der Aschen (Schlacken, Brennkammer- und Filteraschen) aus diesen Feuerungsanlagen findet derzeit hauptsächlich in Form einer Ablagerung auf Deponien der Klasse II nach Abfall-Ablagerungsverordnung (AbfAblV) statt. Zum Zeitpunkt der Projektbeantragung durften die Aschen aus diesen Anlagen jedoch nicht mehr ohne Vorbehandlung auf diesen Deponien abgelagert werden, da die Anforderungen hinsichtlich der Parameter Chrom-VI-Gehalt im Eluat, z. T. Bleigehalt im Eluat sowie Glühverlust i. d. R. nicht eingehalten werden konnten. Dieses Problem bestand dabei unabhängig davon, ob in der Anlage unbehandelte Hölzer oder aber un- oder geringbelastete Gebrauchthölzer eingesetzt werden.
Mittlerweile hat der Gesetzgeber den Grenzwert für Chrom-VI im Eluat in der AbfAblV für die Anlagen, die ausschließlich Altholz der Kategorien I und II lt. Altholzverordnung verbrennen, außer Kraft gesetzt. Für die übrigen Anlagen - und deren Anzahl nimmt aus den o.g. Gründen mittlerweile weiter zu - gilt dieser Grenzwert auch zukünftig. Die weiteren Grenzwerte der AbfAblV gelten weiterhin, unabhängig von der Anlagenart.
Eine thermische Behandlung der Aschen in einer Müllverbrennungsanlage (MVA) als Alternative zur Ablagerung kann unter verfahrenstechnischen Gründen problematisch sein und ist unter energetischen Gesichtspunkten wenig sinnvoll. Somit verbleibt in vielen Fällen für die Aschen zukünftig lediglich die Möglichkeit der Untertage-Verbringung.


Ziel des Projektes war es, aufbauend auf den vorhandenen Kenntnissen zu dieser Fragestellung Lösungskonzepte zu erarbeiten, die a) in die jeweiligen Anlagen integriert werden können oder b) eine Vor-Ort Nachbehandlung mit geringem verfahrenstechnischen Aufwand beinhalten, um so eine Reduzierung der eluierbaren Schwermetallanteile zu erreichen. Hierzu konnten sinnvolle Ansätze entwickelt werden.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65253
Fax: 0251 83-65260

flammefh-muensterde



Prof. Dr. rer.nat. Werner Funcke, Prof. Dr.-Ing. Bernhard Gallenkemper

Mitarbeiter


  • Dipl.-Ing. Gotthard Walter

Projektzeitraum:


September 2002 - September 2004

Kooperationspartner


  • BNP Brinkmann Nadelfilzprodukte, Bevergern
  • Miele, Warendorf
  • Linnemann, Sassenberg
  • IRO Möbelfabrik, Oelde
  • INFA, Ahlen

Finanzierung


  • BMBF im Rahmen des AFUE-Programms
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