Entwicklung von Strategien und technische Modifikationen zur Aufbereitung und Verwertung von Elektronikschrott

Elektroschrott

Die Europäische Elektronikschrott-Richtlinie (WEEE) wurde mit dem Elektronik- und Elektrogerätegesetz, das am 13.08.2005 in Kraft trat, in nationales Recht umgesetzt. Dieses Gesetz hat zum einen erhebliche Auswirkungen auf die Rücknahmesysteme für Elektroaltgeräte und stellt zum anderen hohe Anforderungen an die zu erfüllenden Verwertungsquoten. Durch die geregelten Rücknahmesysteme gelangen größere Mengen vor allem an Haushaltskleingeräten sowie an Geräten der Informations- und Telekommunikationstechnik zur Aufbereitung. Für diese Geräte sind ab dem 31.12.2006 Verwertungsquoten von 70 % (davon 50 % Wiederverwendung bzw. stoffliche Verwertung) bzw. 75 % (davon 65 % Wiederverwendung bzw. stoffliche Verwertung) nachzuweisen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen Strategien und technische Modifikationen entwickelt werden, mit denen die geforderten Verwertungsquoten eingehalten werden können. Mit diesem Vorhaben sollen wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf eine praxistaugliche Aufbereitungstechnik gesammelt werden, die dabei sowohl ökonomischen wie auch ökologischen Ansprüchen genügt. Die Ergebnisse können auch in die weitere Überarbeitung der europäischen Vorgaben zur Elektroaltgeräteentsorgung einfließen.

Folgende Untersuchungsschritte sind geplant:

  • Darstellung der derzeitigen Aufbereitungspraxis und der Verwertungsmöglichkeiten, inkl. erreichter Verwertungsquoten
  • Versuche im Technikumsmaßstab zur Gewinnung der verwertbaren Bestandteile, Trennung von verschiedenen Kunststoffarten; Separation schadstoffbelasteter Fraktionen
  • Optimierung der Trenntechnik
  • Versuche im großtechnischen Maßstab (u. a. Stoffstrombetrachtungen, Bilanzierungen)
  • Prüfung der Verwertbarkeit der aussortierten Stoffe (u.a. durch Gespräche mit der verwertenden Industrie)
  • Ökonomische Betrachtungen
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen bezüglich einer geeigneten Aufbereitungstechnik und sonstigen Modifikationen in Bezug auf die Entsorgung von Elektroaltgeräten (z. B. auch hinsichtlich der Konstruktion der Geräte)

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65253
Fax: 0251 83-65260

flammefh-muensterde

Mitarbeiter


  • Dipl.-Ing. Gotthard Walter
  • Dipl.-Ing. Peter Krämer

Projektzeitraum:


März 2007 - Februar 2010

Kooperationspartner


Finanzierung


  • FHProfUnd
Seite drucken