REFENI - Reduktion des Feststoffeintrages durch Niederschlagswassereinleitungen

Veranlassung

Regenklärbecken sind eine seit langem angewandte Maßnahme zur mechanischen Behandlung verschmutzter Niederschlagsabflüsse aus Baugebieten und von Straßen. Sie wurden allerdings überwiegend nach uneinheitlichen, häufig länderspezifischen Regelungen bemessen und gebaut. Entsprechend wird auch ihre Wirksamkeit hinsichtlich des erreichbaren Stoffrückhalts in der Fachwelt recht unterschiedlich bewertet.

Mit dem Trenngebietserlass des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2005 kommt den Regenklärbecken als zentrale Behandlungsanlage für belastete Niederschlagsabflüsse vor Einleitung in oberirdische Gewässer große Bedeutung zu. Zur Sicherstellung der Wirksamkeit des Stoffrückhalts durch Sedimentation müssen Bemessung, Bau und Betrieb von Regenklärbecken zukünftig nach möglichst einheitlichen Kriterien erfolgen. Um zukünftig einen möglichst hohen Stoffrückhalt und Reinigungserfolg zu erzielen, sollen Festlegungen zum Stand der Technik für den Bauwerkstyp Regenklärbecken (RKB) vorgenommen werden.

Zielsetzung

Im vorgeschlagenen Projekt soll der mit Regenklärbecken erreichbare Stoffrückhalt systematisch untersucht und hinsichtlich verschiedener Beurteilungskriterien respektive Stoffparametern quantifiziert werden. Das beschriebene Untersuchungsprogramm zu bestehenden Bauwerken soll wichtige Erkenntnisse zur Wirksamkeit der betrachteten Anlagen gewonnen werden. Insbesondere sollen Zusammenhänge zwischen den spezifischen urbanhydrologischen Gegebenheiten (Niederschlagsgeschehen, Charakteristika des Einzugsgebietes) sowie der jeweiligen baulich-konstruktiven Bauwerksgestaltung analysiert werden.

Die Erkenntnisse aus der in-situ Untersuchung bestehender Bauwerke werden durch parallele CFD-Modellierung und -Simulation ausgewählter Bauwerksmerkmale vertieft und abgesichert. Daraus sollen Empfehlungen zur Bemessung und konstruktiven Gestaltung von Regenklärbecken als Stand der Technik für zukünftige Anwendungen in Nordrhein-Westfalen erarbeitet werden.

Die im vorgeschlagenen Projektumfang gewonnenen Erkenntnisse könnten in einer nachfolgenden zweiten Projektphase in einer weitergehenden Detaillierung vertieft werden. Die Formulierung eines Arbeitsprogramms hierfür ist Bestandteil des vorliegenden Projektes.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Mathias Uhl

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65201

uhlfh-muensterde



Prof. Dr.-Ing. Rainer Mohn

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25, 48149 Münster, Raum: A 109
Tel: 0251 83-65217
Fax: 0251 83-65280

Mitarbeiter


  • M.Sc. Christian Maus
  • M.Eng. Nina Voßwinkel
  • Dipl.-Ing. (FH) Marc Sommer

Projektzeitraum:


Juli 2009 - September 2011

Kooperationspartner


  • Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)
  • Technische Universität Kaiserslautern, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
  • Universität Karlsruhe, Institut für Wasser und Gewässerentwicklung, Bereich Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft

Finanzierung


  • MKULNV NRW
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