RessourcenKolleg.NRW Ressourcengewinnung aus gemischten Abfallfraktionen

Das Thema Ressourcensicherheit stellt neben der nachhaltigen Energieversorgung die zentrale gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Der Standort Deutschland ist aufgrund der geographischen Rohstoffknappheit dabei besonders auf die Schließung von Stoffkreisläufen und die Nutzung von Sekundärrohstoffen angewiesen.

Fachliches Ziel der Forschungskooperation zwischen der FH Münster und der RWTH Aachen, im Rahmen des beantragten RessourcenKolleg.NRW, ist die ressourcenwirtschaftlich optimierte und umweltgerechte stoffliche und energetische Verwertung bisher unzureichend genutzter Abfallfraktionen, zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Minimierung der Abfallbeseitigung. Konkret erreicht werden soll dieses Ziel durch die Rückgewinnung und Verwertung werthaltiger Metalle aus gemischten, verbundstoffreichen Abfallfraktion (z.B. Elektronikschrott, Shredderleichtfraktionen, Fraktionen aus dem Gebäude- und Infrastrukturbestand etc.) bei gleichzeitiger stofflicher und/oder energetischer Nutzung des Kunststoffanteils der Abfälle. Auch die (metallurgische) Nutzung des Kokses, der bei der thermochemischen Behandlung der Verbundfraktionen anfällt, soll betrachtet werden

Wissenschaftliche Zielsetzung

Als wissenschaftliche Zielsetzung strebt das RessourcenKolleg.NRW die langfristige Etablierung eines Forschungsverbundes an, in dem für qualifizierte Wissenschaftler die Möglichkeit besteht, hochschultypenübergreifend zu promovieren. Die gleichberechtigte Kooperation der Hochschuleinrichtungen in Forschung und Entwicklung ist hierbei eine wesentliche Basis für eine langfristige erfolgreiche Zusammenarbeit.

Als Organisationsform der hochschultypenübergreifenden Kooperation zwischen der FH Münster und der RWTH Aachen wird die Einrichtung eines Graduiertenkollegs angestrebt, das einen intensiven fachlichen Austausch zwischen den Doktoranden und Doktorandinnen sowie deren gezielte fachliche und persönliche Weiterbildung und -entwicklung ermöglicht und fördert. Wesentliche Elemente des Kollegs sind regelmäßig stattfindende (Block-)Seminare in Münster und Aachen, Workshops mit externen (auch internationalen) Experten aus Forschung &  Industrie, Hospitation in Betrieben der Rohstoff- und Recyclingwirtschaft, Exkursionen und Konferenzbesuche. Zum Abschluss des Kollegs ist ein von den Doktoranden und Doktorandinnen selbst organisierter Fachkongress geplant, in dem die Ergebnisse des Gesamtvorhabens präsentiert werden. 

Angestrebt wird eine dauerhafte intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rohstoffrückgewinnung und umweltgerechten Reststoffverwertung. Über gemeinsame Promotionsvorhaben einerseits und die Fortentwicklung des gemeinsamen fachlichen Arbeitsschwerpunkts andererseits, soll die Basis für eine langfristige erfolgreiche Vernetzung geschaffen werden. Die institutionelle Zusammenführung dieser forschungsstarken Professoren in einem Forschungsverbund mit der Konzentration auf ein gemeinsames Rahmenthema wird eine weitere Steigerung der Forschungsleistung bewirken und Perspektiven für eine langfristig angelegte, strukturierte Zusammenarbeit zwischen den Hochschuleinrichtungen bieten.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65253
Fax: 0251 83-65260

flammefh-muensterde

Projektzeitraum:


Januar 2013 - Dezember 2015

Kooperationspartner


Finanzierung


  • Förderprogramms NRW.Forschungskooperationen Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Weitere Infos unter:


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