Ressourceneffizienzsteigerung beim Einsatz von Verbundwerkstoffen und -konstruktionen im Bauwesen (Fortschrittskolleg VERBUND.NRW)

Um die Vielzahl an unterschiedlichen und z. T. komplexen Anforderungen (z. B. Multifunktionalität, Design, Gewicht, Kosten), die an einen Werkstoff oder an technische Konzepte gestellt werden, zu erfüllen, sind Verbundstoffe oder Verbundkonstruktionen das Mittel der Wahl. In nahezu allen Lebensbereichen, wie Wohnen, Mobilität, Energieversorgung, Sport und Freizeit, werden diese Produkte eingesetzt bzw. weitere Produktentwicklungen vorangetrieben. So wird sich beispielsweise die Nutzung von carbonfaserverstärkten Materialien (CFK) bis 2020 gegenüber 2014 (auf 89.000 Mg Carbon-Fasern) nahezu verdoppeln, der Einsatz glasfaserverstärkter Kunststoffe (GFK) liegt in Europa bereits auf einem hohen Niveau (1 Mio. Mg in 2014) [11]. In Deutschland wurden nach einer aktuellen Studie von 1960-2012 rd. 9 Mio. Mg Wärme-Dämm-Verbund-Systeme (WDVS) verbaut - Tendenz deutlich steigend.

Die Neuartigkeit und die strukturelle Komplexität von Verbundwerkstoffen aber auch deren teils noch unbekannte Umweltrelevanz stellen eine Herausforderung für das Recycling dar, da für solche Produkte noch keine Kreislaufwirtschaftskonzepte und -technologien existieren.Das Fortschrittskolleg VERBUND.NRW verknüpft die Aspekte Verbund und Bauwerk und adressiert für Verbundwerkstoffe und -konstruktionen im Baubereich entlang der Wertschöpfungskette
Entwicklung/Produktion - Konstruktion/Verarbeitung - Nutzung/Entsogung - Rückbau/Recycling
die gesellschaftliche Herausforderung „Klimaschutz, Steigerung der Ressourceneffizienz und Rohstoffrückgewinnung“. Die Verwendung von Verbundwerkstoffen und -konstruktionen kann erheblich zur Ressourcenschonung beitragen, insbesondere dann, wenn bereits beim Design neben der Nutzungs- auch die Nachnutzungsphase (Recyclingfähigkeit) der Materialien berücksich-tigt wird.

Holzbetonverbunddecke

Das Fortschrittskolleg VERBUND.NRW führt Vertreter und Vertreterinnen aus 5 Fakultäten der RWTH Aachen sowie drei forschungsstarke Professorinnen und Professoren der FH Münster zu einem wissenschaftlich breit aufgestellten Forscherkonsortium mit insgesamt 11 Promovenden zusammen und bietet somit exzellente Voraussetzungen zur umfassenden Bearbeitung der oben beschriebenen Themenstellung. Das Kolleg wird über einen Beirat mit relevanten (zivil-)gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Akteuren (z.B. Fachverbände, Handelskammern, Industrie, Interessensvertreter) verknüpft.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme

Fachbereich Bauingenieurwesen
Corrensstraße 25
48149 Münster
Tel: 0251 83-65253
Fax: 0251 83-65260

flammefh-muensterde



Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme
Prof. Dr.-Ing. Stefanie Friedrichsen
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Mähner

Mitarbeiter


  • M. Sc. Franziska Meyer
  • M.Sc. Sebastian Halfmann
  • M. Sc. Matthias Schiewerling

Projektzeitraum:


Oktober 2016 - Dezember 2020

Kooperationspartner


  • RWTH Aachen, Aachen

Finanzierung


  • MKW NRW

Weitere Infos unter:


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