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Gemeinde Saerbeck NRW-Klimakommune der Zukunft

Die Klimakommune wird mit 1,1 Mio € über den Projektzeitraum gefördert.

 

Einleitung

Seit März 2009 hat Saerbeck ein Plus - das NRW-Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat der Gemeinde Saerbeck den Titel „NRW-Klimakommune der Zukunft" verliehen. Ausgezeichnet wurde insbesondere das zukunftsweisende „Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept" (IKKK).

Saerbeckplus - gut fürs Klima: Dahinter steht das im IKKK formulierte Leitziel, durch Energie einsparende Maßnahmen den Energieverbrauch in der Gemeinde wirksam zu senken und den verbleibenden Energiebedarf komplett durch die Nutzung erneuerbarer Energien sicherzustellen. Bis 2030 soll Saerbeck eine positive Energiebilanz aufweisen. Das heißt: In Saerbeck soll so viel Energie aus Sonne, Wind und Biomasse produziert werden, wie hier verbraucht wird. Eingebettet ist Saerbeckplus in den Agenda-Prozess des Kreises Steinfurt „Energieautark 2050".

Mit dem Programm Saerbeck plus ist ein ganzes Dorf auf den Weg hin zu einer klimaneutralen Kommune. Erfahrungen gibt es schon seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Nutzung von Wind und Wasser haben in Saerbeck eine lange Tradition. Die ersten Solaranlagen zur Nutzung der Sonnenenergie wurden schon vor vielen Jahren installiert.

Projektbeschreibung

Die Gemeinde beabsichtigt, die Kompensation sämtlicher fossiler CO2-Emissionen zur Sicherung einer positiven Energiebilanz auf der Basis regenerativer Energien bis zum Jahr 2030 zu erreichen (bilanzielle Autarkie). Die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Umsetzung nachhaltiger Anpassungsmaßnahmen sichern eine klimagerechte Gemeindeentwicklung und eine hohe Lebensqualität in Saerbeck.

 

Im Sinne eines mittelfristigen Etappenziels (Meilenstein) soll bis zum Jahr 2018 eine Reduzierung und ein Ersatz sämtlicher fossiler CO2-Emissionen der Gemeindeverwaltung sowie wesentlicher Bereiche der Gemeinde vor allem mittels energetischer Gebäudesanierung und Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energieträger (Biomasse und Biogas, Windenergie und Solarenergie) erfolgen.

Im Zuge der Erarbeitung des Konzeptes wurde auf der Grundlage einer intensiven Analyse für jedes Handlungsfeld ein Maßnahmenkatalog mit insgesamt etwa 150 Einzelmaßnahmen erstellt.

Zur Umsetzung der Ziele wurden insgesamt sieben Handlungsfelder erarbeitet, die die tragenden Säulen des IKKK der Gemeinde Saerbeck bilden:

  • Bioenergiepark
  • Bildung / Transfer / Bürgermitwirkung
  • Stoffstrommanagement / Netze
  • Klimafolgen / Klimaanpassung
  • Siedlung / Verkehr / Mobilität
  • Marketing / Öffentlichkeitsarbeit
  • Management / Controlling / Finanzen

 

Ab 2011 beginnen auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots in Saerbeck die ersten Baumaßnahmen zur Umnutzung als Bioenergiepark der Klimakommune Saerbeck. Die 90 Hektar große Fläche bildet einen wichtigen Baustein in der Zielsetzung bis zum Jahr 2030 eine bilanziell autarke Eigenversorgung der Kommune auf der Grundlage von Nachwachsenden Rohstoffen und Regenerativen Energien zu sichern.

Folgende Nutzungen sind geplant:

  • Errichtung eines Photovoltaik-Power-Parks auf den Dächern der ehemaligen Bunker, ca. ha Gesamtfläche
  • Nutzung der Bunker für Lager- und Speicherzwecke sowie ergänzende Nutzungen
  • Fläche für Biogasanlagen, z.Z. sind zwei Anlagen in Planung, gestützt durch eine lokale Firma und die Landwirtschaft
  • Errichtung von mehreren Windenergieanlagen auf dem Gelände
  • Flächen für bioenergieparkaffine gewerbliche Zuliefer-, Folge- und weiterverarbeitende Betriebe
  • Flächen für Verwaltung, Versorgung, Forschung und Entwicklung, Bildung und Information im Bereich des ehemaligen Verwaltungstraktes des Munitionsdepots
  • Sicherung des nördlichen Teils sowie eines Biotops für den Natur- und Artenschutz.

Derzeit werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umnutzung des Munitionsdepots zum Bioenergiepark geschaffen.

 

Projektleitung


Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter
Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt
Stegerwaldstraße 39
48565 Steinfurt
Tel: 02551 9-62725
Fax: 02551 9-62717

wetterfh-muensterde

Mitarbeitende


  • Dipl.-Ing. Elmar Brügging,M.Sc.

Projektzeitraum


vom 01.01.2009 bis 01.12.2013

Finanzierung


  • NRW-Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV)
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