Etablierte Medien sind vertrauenswürdige Nachrichtenquelle für Corona-Informationen

Erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt zum Informationsverhalten der Münsterländerinnen und Münsterländer in Corona-Zeiten

Zum einen vertrauen die Menschen im Münsterland in Zeiten der Corona-Pandemie den etablierten Medien, zum anderen befolgen sie die gültigen Hygiene-Empfehlungen - das sind zwei zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zum Gesundheits- und Medienverhalten des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Anfang Mai befragten die Wissenschaftler knapp 700 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren aus Münster und den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.

Medien und Ärzte als bedeutende Quellen für Corona-Informationen

Die klassischen Medien Fernsehen, Radio und Regionalzeitung sind in Krisenzeiten die wichtigsten Informationsvermittler. Die Münsterländer*innen nutzten vor allem die TV- und Radioberichterstattung, um sich täglich über Gesundheitsthemen zu informieren (58% bzw. 40%), knapp dahinter folgt Lokal- oder Regionalzeitung als tägliche Informationsquelle (38% tägliche Nutzung). Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram waren hingegen vor allem für die Jüngeren wichtige Quellen.

Eine ebenfalls große Bedeutung haben Ärzte und Familie sowie Freunde als Informationsquellen während der Corona-Krise: Rund 50 Prozent der Befragten bezogen täglich oder mehrmals pro Woche Familienmitglieder ein, um sich zu informieren, und gut ein Drittel sprach mit Freunden und Bekannten über Gesundheitsthemen. Auch Expertenwissen war in dieser Phase der Pandemie gefragt.

Insgesamt fühlen sich die Befragungsteilnehmer gut über Gesundheitsthemen informiert und sind zufrieden mit dem Medienangebot. Über 80 Prozent finden die Berichterstattung zu Corona nachvollziehbar. Drei Viertel nehmen die Inhalte als kompetent wahr, jeweils knapp zwei Drittel halten sie für ausgewogen und vertrauenswürdig.

Studie belegt Corona-bedingte Verhaltensänderungen

Die Befragung zeigte zudem, dass die Menschen im Münsterland ihr Verhalten der Corona-Krise angepasst haben. So werden nicht nur die Hygieneempfehlungen befolgt; ausgewogene Ernährung, mehr Schlaf und Sport sowie die Arbeit im Homeoffice zählen zu den häufigsten Verhaltensänderungen der Menschen im Münsterland.

Des Weiteren dokumentiert die Gesundheitsstudie eine insgesamt große Zufriedenheit mit dem Gesundheitsangebot in der Region auch in Pandemie-Zeiten. Während in Münster 56 Prozent mit der Hausarztversorgung völlig zufrieden sind, liegt der entsprechende Anteil in den Kreisen Borken (39 Prozent) und Steinfurt (36 Prozent) erheblich darunter. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in der Zufriedenheit mit der Krankenhausversorgung sowie der Fachärzte-Versorgung. Unabhängig von der medizinischen Versorgung und Ausstattung der Region bringen die Befragten ihren Haus- und Fachärzten großes Vertrauen entgegen. Ein hohes Ansehen genießen daneben die Experten der Uniklinik Münster sowie des Robert-Koch-Instituts.

Im Herbst dieses Jahres findet eine zweite Befragungswelle statt, um das Informations- und Gesundheitsverhalten der Münsterländerinnen und Münsterländer zu Krisenzeiten und in ruhigeren Fahrwassern miteinander zu vergleichen.

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