Teilvorhaben im Projekt münster.land.leben

Das Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster arbeitet im Projekt münster.land.leben interdisziplinär mit dem Fachbereich Oecotrophologie an dem intelligenten Datenspiegel, der eine neuartige Form der Wissenskommunikation bietet.

Das Projekt "Smart Mirrors zur Förderung der Gesundheitskompetenz" entwickelt die Hard- und Software für interaktive Displays, die an eine Mischung aus Bildschirm und Spiegel erinnern. Die neuartigen digitalen Medien sollen Menschen dabei helfen, eigenen Ernährungsgewohnheiten zu reflektieren und ihnen dazu konstruktive Tipps geben.

Herausforderung: Unser verbreiteter Lebensstil
Ausgewogene Ernährung, reichlich Bewegung, Enga­gement und Entspannung sind gesund. Gleichzeitig ist ein großer Teil der Bevölkerung von Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Stress und psychischen Erkrankungen betroffen, obwohl Ratschläge für ein gesundes Leben medial sehr präsent sind.


Ziel: Verantwortungsvolles Handeln für die eigene Gesundheit

Wir wollen mit neuen Methoden die Achtsamkeit für die eigene Gesundheit fördern - und dabei indi­viduelle Handlungs­impulse geben. Menschen, die sich mit dem Smart Mirror auseinandersetzen, sollen dadurch ihre Gesund­heits­kom­petenz verbessern können.


Instrument: Smart Mirror
Das neue und noch recht unbekannte Medium "Smart Mirror" ist Spiegel und Bildschirm zugleich. Eine Kamera erkennt u.a. Umriss und Gesten des Betrachters. Der Smart Mirror kann das analoge Spiegelbild auf dem Bildschirm mit multimedialen Inhalten wie Schrift, Grafiken, Bildern und Videos verschmelzen und lässt sich durch Gesten intuitiv bedienen.


Ansatz: Interdisziplinär und wertschätzend
Die Ansprache ist konstruktiv und pragmatisch. Sie soll Menschen dabei unterstützen, sich besser kennen zu lernen und ihre Gesundheits- und Ernährungskompetenz zu erweitern. Die Ansprache der Nutzerinnen und Nutzer ist wertschätzend, bedürfnisorientiert, konstruktiv und pragmatisch. Achtsamkeit, Genuss und die Sensibilisierung der eigenen Sinne stehen im Vordergrund.

 

Die interaktiven Datenspiegel werden auf die Bedürfnisse von Menschen, die im ländlichen Raum leben, entwickelt. Sie werden an ausgewählten Orten im halböffentlichen Raum zugänglich sein, wo sie messbar zur Förderung der Gesundheitskompetenz beitragen sollen.

Laufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2022

Smart Mirror // GUD

Hintergrund

Smart Mirrors im Gewand des Snackautomaten

Wir wollen die "schlauen Spiegel" als innovatives Medium einsetzen, um Gesundheitsinformationen anschaulich zu vermitteln. Das äußere Erscheinungsbild des Smart Mirrors ähnelt einem Snackautomaten. Sobald eine Person mit dem "Automaten" in Kontakt tritt, zeigt sich, dass es um mehr als den schnellen Snack geht - nämlich um Hinweise zum persönlichen "Genusstypen". Wer sich beispielsweise einen virtuellen Schokoriegel oder ähnliche Lebensmittel zieht, erhält anschauliche Genusstipps, die eine gesündere Ernährung ermöglichen. Indem der Spiegel zur interaktiven Benutzeroberfläche wird, erleben die Betrachter selbst, in welchem Zusammenhang das eigene Verhalten zur Gesundheit steht. Am Ende erhalten Nutzer/innen ihr individuelles Genuss-Feedback. Wertschätzend, bedürfnisorientiert und ohne erhobenen Zeigefinger. Die interaktiven Datenspiegel werden an ausgewählten Orten im halböffentlichen Raum zugänglich sein.

Smart Mirror // GUD

Anspruchsvolle Anforderungen für Design und Technik

Wir haben bereits einen Prototypen des Smart Mirror entwickelt und bauen diesen kontinuierlich weiter aus. Die kontaktlose Bedienung durch Gesten im halböffentlichen Raum stellt ein für Nutzer/innen neuartiges Erlebnis im Umgang mit digitalen Medien dar. Daher ist die Evaluation und Berücksichtigung neuer und teilweise grundlegende Erkenntnisse aus Tests von besonderer Bedeutung. Schon jetzt haben wir im Laufe des Projektes zahlreiche übertragbare Erkenntnisse und erhebliche Fortschritte auf dem Weg zu einer selbsterklärenden, hinreichend einfachen und gleichzeitig inhaltlich spannenden Bedienung erzielt.

 

Darum geht es uns
Wir wollen den Smart Mirror als innovatives Medium einsetzen, um Menschen Gesundheitsinformationen zugänglich zu machen. Nutzer/innen können sich wortwörtlich "den Spiegel vorhalten", indem sie im eigenen Spiegelbild eingeblendete Informationen auf sich übertragen. Inhalte zu den Themen "Ernährung und Genuss" lassen sich auf diese Weise gut einschätzen und auf das eigene Leben übertragen. Mit relevanten Empfehlungen, innovativer Informationstechnik und attraktiver medialer Gestaltung wollen wir zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

 

Über uns

Wir am Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster sind Fachleute aus Design und Informatik. Im Projekt münster.land.leben arbeiten wir transdisziplinär mit dem Fachbereich Oecotrophologie zusammen. Gemeinsam erforschen und entwickeln wir unter anderem neue Formen der Wissenskommunikation. Dazu zählt auch die Entwicklung eines attraktiven und effektiven Smart Mirrors zur Förderung der Gesundheitskompetenz. 

 



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