Vom Menschen zum Projekt: Gesundheitsförderung im Kreis Borken

Das Gesundheitsförderungsnetzwerk reges:BOR soll eine Weiterentwicklung der präventiven und gesundheitsfördernden Angebotslandschaft im Kreis Borken (ländlicher Raum) initiieren. reges:BOR nimmt dabei alle Lebenswelten, in denen Menschen aufwachsen und zusammen leben, lernen, ihre Freizeit verbringen und arbeiten, in den Blick. Dabei schauen wir nicht nur auf einzelne Lebenswelten, sondern auch auf die Schnittstellen und Übergänge zwischen diesen.

Arbeitsschritte

Der Projektzeitraum erstreckt sich über insgesamt fünf Jahre, vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2022.

Zunächst nimmt das Projekt eine settingübergreifende Kartierung des Kreises Borken vor. Grundlage dafür sind vorliegende aktuelle Routinedaten zur Beschreibung der für den aktuellen Stand der Gesundheitsförderung und Prävention relevanten Basisparameter. Ergänzend kommen Daten zu Aktivitäten und Interventionen in den diversen Settings hinzu, außerdem Daten aus Primäruntersuchungen. Dabei werden Daten berücksichtigt, die die aktuellen Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung im Kreis Borken beschreiben.

Kern des Projektes ist der Aufbau eines belastbaren Netzwerkes. Da reges:BOR die verschiedenen Settings und die dazwischenliegenden Übergänge betrachtet, setzt sich das Netzwerk aus relevanten Partnern der Gesundheitsförderung und Prävention und lokalen Akteuren der Settings zusammen.

Die Kooperationspartner unterstützen zum einen den Aufbau des Datenpools. Zum anderen kennen und bewerten sie den Status Quo der Gesundheitsförderung und Prävention im Kreis und können gemeinsam mit uns die regionsbezogenen Interventionen beurteilen und initiieren, die im Projekt angegangen werden.

Die Projektmitarbeiter*innen übernehmen die Moderation des Netzwerkes unter Einbezug bestehender Angebotsstrukturen, regionsspezifischer Besonderheiten und vorhandener Akteure (partizipativer Ansatz).

Verringerung von Transferhemmnissen

Das Netzwerk identifiziert außerdem Transferhemmnisse und entwickelt Strategien, diese zu verringern. Grundlage zu deren Identifikation sind settingbezogene und -übergreifende Forschungsergebnisse zu Ansätzen der Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel ist immer die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bürger*innen, eine zielgruppenentsprechende Verhältnis- und Verhaltensprävention sowie die Vernetzung der gesundheitsbezogenen Aktivitäten.

Inhaltliche Bearbeitung der Themenstellungen

Konkrete Themenstellungen werden durch so genannte Fachkreise bearbeitet. Der Fachkreis "Erwerbstätige pflegende Angehörige" nimmt Betroffene in den Blick, für die zwar entlastende Angebote existieren, die aber möglicherweise nicht ausreichen oder nicht wahrgenommen werden (können) oder die tatsächlichen Bedürfnisse zu wenig berücksichtigen. Mit Hilfe von Daten, die durch eine Befragung von Betroffenen erhoben werden, und unter Berücksichtigung der vorhandenen Angebote und weiteren Ressourcen der Fachkreis-Teilnehmer sollen passgenauere Angebote sichtbar gemacht werden oder neu entstehen.

Ein weiterer Fachkreis "Gesund Aufwachsen" wird sich dem Setting rund die Geburt und den ersten Lebensjahren der Kinder im Kreis Borken widmen.

Langfristiges Ziel

Langfristig sollen alle Akteure im Kreis Borken befähigt sein, das Netzwerk selbstständig weiterzuführen, Themen zu identifizieren, gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten und für die Bürger*innen zugänglich zu machen. Darüber hinaus soll der Kreis Borken dauerhaft als Transferplattform nutzbar sein, um weitere wissenschaftliche Fragestellungen rund um das Thema Gesundheit zu platzieren.

Einordnung in das Gesamtprojekt münster.land.leben

Der Kreis Borken auf PLZ-Ebene

Das durch die BMBF-Förderinitiative "Innovative Hochschule" geförderte Projekt münster.land.leben besteht aus 13 Teilprojekten (TP).

Die vier größten Teilprojekte sind dem ruralen Raum um Münster herum zugeordnet (WAF, ST, COE, BOR).

Dabei ist reges:BOR (Teilprojekt 4) dem Kreis Borken zugeordnet. Somit kommen alle Aktivitäten von reges:BOR diesem Kreis zugute.

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