Warum OSLO?

Im ausbildungsintegrierenden dualen Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement - Fachrichtung Physiotherapie oder Logopädie kooperieren drei Lernorte:

  • FH Münster, Fachbereich Gesundheit
  • Schule für Physiotherapie / Schule für Logopädie der Universitätsklinik Münster (UKM)
  • Kliniken des UKM und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens, z. B. therapeutische Praxen.

Bei der Evaluation des Studienganges zeigte sich, dass ein Zusammenspiel der an den verschiedenen Orten erworbenen Kompetenzen sowie die Mehrwerte an beruflicher Handlungsfähigkeit von den Studierenden oft erst zum Studienende bzw. im Beruf entdeckt werden. Hier setzt das Projekt OSLO an. Der Schlüssel zur Verbesserung dieser Situation ist die Weiterentwicklung des Kooperationsverständnisses der beteiligten Lernorte: "Lernortkooperation ist […] mit Veränderung der internen Organisationsstrukturen verbunden, [… es muss] eine verbindliche gemeinsame neue Struktur, Strategie und Kultur geformt werden" (Pätzold, 2003, S. 70).

Was ist das Ziel von OSLO?

Das Projekt OSLO hat den Charakter eines Organisationsentwicklungsprojektes mit dem Ziel, eine neue Kultur der Kooperation zwischen den beteiligten Lernorten FH, Fachschulen und Praxisstellen, insbesondere dem Universitätsklinikum Münster, zu initiieren.

Was wurde erreicht?

Angelehnt an den von Lewin 1947 beschriebenen Veränderungsprozess in Organisationen wurden in einem partizipativen Prozess Schlüsselstellen identifiziert sowie Maßnahmen, Instrumente und Implementierungsschritte erarbeitet. Folgende Formate / Produkte stehen derzeit zur Verfügung:

  • Das Memorandums zur Lernortkooperation
  • Das Simulationstool "Erleben beruflicher Realität - EbA" für die Studierenden im ersten Fachsemester
  • Das lernort- und fachübergreifende Fallbeispiel "Familie Münstermann"
  • Eine Praktikumsmappe mit dem Ziel sowohl gegenüber den Studierenden als auch den externen Praktikumsorten eine abgestimmte Kommunikation über den Studiengang sowie zum jeweiligen Lernstand aufzuzeigen. Die Studierenden erhalten zudem Anregungen zur Selbstreflexion ihrer erworbenen Kompetenzen und können die Mappe im Sinne eines Lerntagebuches nutzen.
  • Eine verbesserte inhaltliche Verflechtung von FH - und Fachschulmodulen auf der Basis der 2015 veröffentlichten "Qualifikationsziele für hochschulische auf Bachelor-Niveau qualifizierte Therapeuten und Therapeutinnen".

Bei der Evaluation des Projektes zeigte sich, dass der Prozess zur Verbesserung der Lernortkooperation von allen Teilnehmenden als sehr bedeutsam und im Ergebnis als außerordentlich positiv eingeschätzt wurde.

Das Projekt erfüllt die Ansprüche des Wissenschaftsrats (2013) zur besseren Verzahnung von Lernorten. Zentrales Element der neuen Kooperationsstruktur und -kultur ist das gelebte Verständnis über die Gleichwertigkeit der drei Lernorte.

Wie geht es weiter?

"Wir sind mittendrin!" so die Aussagen von Kolleginnen und Kollegen, die am Projekt mitgearbeitet haben. Durch die neue Kooperationskultur und das gemeinsame inhaltliche Verständnis werden die erarbeiten Lehr - Lernformate kontinuierlich genutzt und ausgebaut. Wir sind neugierig, was wir gemeinsam für die Studierenden und für das Team entwickeln werden.

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