Die professionelle Therapie hilfsbedürftiger Menschen ist eine zentrale Aufgabe des Gesundheitswesens - und ein Berufsfeld, das zunehmend anspruchsvoller wird. Die Bedeutung der Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals in Therapieberufen wächst und damit auch der Bedarf an entsprechend ausgebildeten Pädagogen. Unser Studiengang bietet Ihnen einen idealen Einstieg für die vielfältige Arbeit in der Berufspädagogik für Therapieberufe.

Ziele des Studiengangs

In unserem Studiengang lernen Sie das Lehren, Moderieren und Beraten. Das heißt: Sie erwerben die notwendigen pädagogischen Fähigkeiten, um Personal in Therapieberufen in Aus-, Fort- und Weiterbildungen die fachlichen und persönlichen Kompetenzen für die professionelle Therapie zu vermitteln. Sie kennen die zentralen pädagogischen Handlungsfelder und Aufgaben des Lehrberufs und beleuchten diese aus interdisziplinärer Perspektive. Sie verfügen über ein Grundverständnis für die Lehr- und Lernprozesse in der betrieblichen Bildung, über Beratungsprozesse für die berufliche und gesellschaftliche Therapiepraxis und können verschiedene Lern- und Arbeitsstrategien praktisch anwenden. Sie sind in der Lage, Projekte selbstständig durchzuführen und zu evaluieren.

Berufsfelder

Unser Bachelorstudiengang qualifiziert Sie für die pädagogische Arbeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für die Beratung und Anleitung von Personal in Therapieberufen, Patienten und Angehörigen. Als Arbeitgeber kommen vor allem Einrichtungen der Erwachsenenbildung infrage. Die FH Münster bietet hierfür den Masterstudiengang "Bildung im Gesundheitswesen" an.

Inhalte und Studienverlauf

Die ersten vier Semester Ihres Studiums gliedern sich in drei konzeptionelle Felder. In den "Therapie- und Gesundheitswissenschaften" vermitteln wir Ihnen Grundlagen der evidenzbasierten Praxis und der Therapiewissenschaft. Nah an der beruflichen Praxis lernen Sie hier zum Beispiel, wie Sie zu einer guten klinischen Schlussfolgerung gelangen oder professionell mit Patienten kommunizieren.

Im zweiten Feld erwerben Sie ein Basiswissen in ausgewählten Bezugsdisziplinen. Wie zum Beispiel moderiert man Konflikte? Welche soziologischen oder ethischen Modelle helfen bei der Lösung von praktischen Problemen? Wie lassen sich Therapieangebote klassifizieren und evaluieren? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten im Gesundheitswesen?

Für Ihre Tätigkeit in der Lehr- und Beratungspraxis benötigen Sie natürlich auch pädagogische und didaktische Kompetenzen. Entsprechende Methoden, Konzepte und Modelle eignen Sie sich im dritten Feld "Bildungswissenschaften - Theorie und Praxis" an.

Das fünfte Semester startet dann mit einer 12-wöchigen Praxisphase. Hier erhalten Sie einen tieferen Einblick in die pädagogische Arbeit im Gesundheitswesen. Zum Studienprogramm zählt darüber hinaus die Planung, Durchführung und Evaluation eines selbst gewählten Projektes. Auch hierbei erhalten Sie Einblicke in Ihre spätere Berufspraxis, wenn das Projekt in Kooperation mit einer Einrichtung aus dem Gesundheitsbereich erfolgt.

Im sechsten Semester schreiben Sie dann Ihre Bachelorarbeit und schließen damit Ihr Studium mit dem Titel "Bachelor of Arts" ab.

Besonderheiten und Vorzüge

Was unseren Studiengang auszeichnet, ist die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Im Zentrum unserer Lehre steht immer die konkrete Praxissituation, auf die wir die Erkenntnisse der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen anwenden. Zudem legen wir Wert auf einen kontinuierlichen Austausch mit Einrichtungen des Gesundheitsbereichs. So können Sie schon während des Studiums wertvolle Kontakte zu späteren potenziellen Arbeitgebern knüpfen.

Voraussetzungen

  • Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation oder andere Möglichkeiten nach dem Hochschulgesetz NRW
  • eine dreijährige Berufsausbildung in der Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie, welche bis zum Studienbeginn abgeschlossen sein muss

Studium ohne Fach-/Hochschulreife

Ausführliche Informationen zur Studienaufnahme ohne Fach-/Hochschulreife finden Sie hier.

Wir empfehlen den Bewerberinnen und Bewerbern ohne Fachhochschulreife oder Abitur ein Beratungsgespräch mit der Studienberaterin an unserem Fachbereich, Frau Dipl.-Soz. Arb. Hella Wintermeyer, wahrzunehmen.

Weitere wichtige Informationen

Die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt. Daher findet ein örtliches Zulassungsverfahren statt, bei dem die Studienplätze nach Note der Fachhochschulreife (oder einer gleichwertigen Qualifikation) und der Wartezeit vergeben werden.

Bewerberinnen und Bewerber mit einem Bachelorabschluss in einem der oben genannten Therapieberufe können beim Prüfungsamt einen Antrag zur Prüfung einer möglichen Anerkennung von erbrachten Studienleistungen stellen.



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