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Der Fachbereich Gesundheit bietet gemeinsam mit dem Peplau Kolleg am St. Rochus-Hospital Telgte den Bachelorstudiengang "Psychiatrische Pflege / Psychische Gesundheit" als ein weiterbildungsintegrierendes, berufsbegleitendes Studium an. Die Regelstudienzeit beträgt 8 Semester und beinhaltet die staatliche Anerkennung zur Fachgesundheits- und Krankenpflege, Fachgesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Fachaltenpflege für Psychiatrie und den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.). Der Studiengang  wurde im Dezember 2018 akkreditiert und startete zum SoSe 2019 am 01.03.2019.

Ziele des Studiengangs

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Die Studierenden sollen auf dem Niveau von Advanced Practice Nurses (APN)  Kompetenzen zur Planung, Bearbeitung und Auswertung von umfassenden pflegerisch-psychiatrischen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in Teilbereichen eines wissenschaftlichen Faches und in ihrem komplexen beruflichen Tätigkeitsfeld erwerben. Psychiatrische Pflege/Versorgung wird hier auch als spezifische Form gesellschaftlicher Praxis verstanden und als eine Antwort auf komplexe persönliche Problemlagen, die nicht nur eine individualisierte, sondern zugleich eine gesellschaftskritische Perspektive erfordern.

Berufsfelder

Die Arbeitsbereiche der Fachpflegekräfte mit Bachelorabschuss sind zum einen ihre Herkunftseinrichtungen (z.B. Psychiatrische Krankenhäuser) und zum anderen neue Arbeitsfelder wie die integrierte Versorgung mit Blick auf die Einführung der "stationsadäquivalenten Leistungen": diese ermöglichen künftig komplexe psychiatrisch-psychotherapeutische Akut-Behandlungen im häuslichen Umfeld der Patienten durch spezielle Behandlungsteams für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (Home-Treatment). Psychiatrische Krankenhäuser erhalten durch das PsychVVG (Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen) "die Möglichkeit, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und stationärer Behandlungsbedürftigkeit in akuten Krankheitsphasen in deren häuslichem Umfeld durch mobile multiprofessionelle Behandlungsteams zu versorgen." (BMG, 2016, S. 3). Diese Möglichkeit ist insbesondere für die Versorgung im ländlichen Raum eine Chance zur gemeindenahen Versorgung psychiatrisch erkrankter Menschen.

Inhalte und Studienverlauf

Um auf die vielfältigen zukünftigen Versorgungsaufgaben der psychiatrischen Pflege  vorbereitet zu sein, erwerben die Studierenden im Studiengang Psychiatrische Pflege / Psychische Gesundheit neben einem staatlich anerkannten Weiterbildungsabschluss:

  • die Befähigung, eine Subjekt- und Familienorientierung und die Perspektive der Organisation im pflegerisch-psychiatrischen Handeln gleichermaßen zu berücksichtigen und kritisch zu hinterfragen
  • die Befähigung zur Planung, Umsetzung und Evaluation von pflegerisch-psychiatrischen Aufgabenstellungen, evidenzbasierten pflegerischen Interventionen und Versorgungsangeboten in unterschiedlichen Versorgungskontexten (ambulant, (teil-)stationär)
  • die Befähigung zu ethischem und fürsorglich-empathischem Handeln
  • die Befähigung, zentrale pflegewissenschaftliche und pflegerisch-psychiatrisch relevante Theorien, Methoden und Prinzipien kritisch zu analysieren und diese auf die unterschiedlichen Handlungsfelder und Settings der psychiatrischen Versorgung zu übertragen
  • die Befähigung, das pflegerisch-psychiatrische Handeln theoriegeleitet und evidenzbasiert planvoll, prioritätensetzend und problemlösend in der Pflegepraxis umzusetzen
  • die Befähigung zu multiprofessioneller Zusammenarbeit und damit zu einer sektorenübergreifenden und interdisziplinären Versorgung an den Schnittstellen der verschiedenen Gesundheitsversorgungsberufe
  • die Übernahme - auch quartiersbezogener - komplexer Aufgaben

die Befähigung zur Konzeption und Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen.

Besonderheiten und Vorzüge

Das Besondere am weiterbildungsintegrierenden Münsteraner Studiengang ist, dass vom 1. Semester an Weiterbildung und Studium integriert erfolgen:
Die Studierenden absolvieren fachspezifische Module am Peplau-Kolleg, Telgte, und stärker theoretisch ausgerichtete und forschungsbezogene Module an der Fachhochschule Münster. Die beiden letzten Studiensemester finden ausschließlich an der Fachhochschule statt.

Die Weiterbildungshalte werden sowohl für die staatlichen Abschlussprüfungen als auch für den Bachelor-Abschluss anerkannt und dafür dem Hochschulqualifikationsrahmen (HQR), Stufe 1, angepasst, welche dem europäischen Qualifikationsrahmen Niveaus 6, entspricht. Durch den dualen Charakter ergeben sich bis zum B.Sc. Abschluss 4 Studienjahre.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist

  • die Qualifikation durch erfolgreichen Abschluss einer auf das Studium vorbereitenden Schulbildung oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung und
  • ein Weiterbildungsvertrag "Fachpflege in der Psychiatrie gemäß WBVO-Pflege-NRW" mit dem Peplau-Kolleg am St. Rochus-Hospital Telgte

Die Vergabe der Weiterbildungs- bzw. Studienplätze nimmt das Peplau-Kolleg in Absprache mit der Fachhochschule vor. Sobald die Bewerber einen Weiterbildungsplatz erhalten haben, ist ihnen der Studienplatz am Fachbereich Gesundheit sicher. Pro Studienjahr stehen etwa 20 Plätze zur Verfügung.

Ansprechpartner: klaus_peter.michelsrh-telgtede

Bewerbungszeitraum

Interessenten können sich bis zum 15.01. jeden Jahres für einen Studienbeginn zum 01. März desselben Jahres beim St. Rochus-Hospital Telgte - Peplau-Kolleg Klaus Peter Michel Am Rochus-Hospital 1, 48291 Telgte Tel. 02504 / 60-224 klaus_peter.michelsrh-telgtede bewerben



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