Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist für Sie da, wenn Sie an der unserer Hochschule von sexualisierter Diskriminierung, Belästigung, Stalking und/oder Gewalt betroffen sind oder waren!

 

Sexualisierte Gewalt und Diskriminierung stellt ein gesellschaftlich weit verbreitetes Problem dar. Es existiert in allen Bereichen des Lebens - somit auch an Hochschulen. Wichtig zu beachten ist: Sexualität ist hierbei nur das Mittel zum Zweck. Anlass ist ausschließlich Machtwille und Machtmissbrauch. Mit dem Begriff 'sexualisierte' Gewalt wird dies verdeutlicht.

Zunehmend treten auch Fälle von Stalking auf. Die stalkende Person möchte Aufmerksamkeit und eine Beziehung zu jemandem aufbauen. Jedes Mittel ist recht, Belästigung am Arbeitsplatz, E-Mails, SMS, falsche Informationen an den Arbeitgeber, Unwahrheiten verbreiten, Auflauern und Verfolgen sind an der Tagesordnung.

Die/der Gestalkte entwickelt Ängste und Unsicherheiten, die das Leben zunehmend belasten.

Zu der grundsätzlichen Problematik der Tat kommt noch eine weitere hinzu: Die gesellschaftlich weit verbreitete Täter-Opfer-Umkehrung trägt zur Tabuisierung des Themas bei. Der Betroffenen wird die Beweislast und (in)direkt die Verantwortung für den Übergriff zugeschoben. Skeptisch wird hinterfragt, ob sie sich "offensiv gewehrt" oder das belästigende Verhalten nicht "provoziert" hätte. Das Verhalten des Täters hingegen wird als scheinbar selbstverständliche "Reaktion" auf weibliche Hinweise stilisiert oder als Kommunikationsproblem abgetan.

Hochschulinternes Vorgehen

Wenn Sie über ein hochschulinternes Vorgehen gegen den Belästiger oder die Belästigerin nachdenken, können Sie sich vertraulich durch die zentrale Gleichstellungsbeauftragte unserer Hochschule  beraten lassen. Das ist selbstverständlich anonym möglich.

In den meisten Fällen sind Frauen als Opfer betroffen. Aber auch Männer können Opfer von Täterinnen werden. Wir wollen alle Geschlechter schützen und sie unterstützen.

Sich gegen ein Verhalten, das nicht ernsthaft nach Ihren Wünschen fragt und sich nicht respektvoll mit Ihren Grenzen auseinandersetzt, zur Wehr setzen zu wollen, ist mehr als legitim!

 
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der FH Münster
 
Dipl.-Oecotroph. Annette Moß
 
0251 83-64958

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite der Bukof (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V.):

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Außerhalb der Hochschule können Sie sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben wenden.

Selbstverständlich werden auch hier Ihre Anrufe anonym behandelt.

Nähere Informationen sowie die Telefonnummer finden Sie unter folgenden Links:

Kontakt zu weiteren Beratungsstellen

 
Frauen-Notruf Münster e.V.
 
0251 34443
 
Zartbitter Münster e.V.
 
0251 41 40 555

Zahlen zum Thema

Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend1 brachte folgende Erkenntnisse:

• 98 % der Tatpersonen sexualisierter Gewalt und Belästigung an Erwachsenen sind männlich.
• Jede 7. Frau in Deutschland wurde Opfer einer (versuchten) Vergewaltigung und/ oder sexueller Nötigung.
• 40 % der Frauen haben körperliche und/ oder sexualisierte Gewalt erlebt.
• 58 % der Frauen wurden in ihrem Leben ein oder mehrmals sexuell belästigt.
• Tatpersonen sexualisierter Gewalt kommen in der Regel aus dem sozialen Nahbereich - 11,8 % aus dem Umfeld "Arbeit, Ausbildung, Schule".

1Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2011): Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland. Ergebnisse der repräsentativen Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland - Kurzfassung. Berlin.

 



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