Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist für Sie da, wenn Sie an der unserer Hochschule von sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und/ oder Gewalt betroffen sind oder waren!

 

Sexualisierte Gewalt und Diskriminierung stellt ein gesellschaftlich weit verbreitetes Problem dar. Es existiert in allen Bereichen des Lebens - somit auch an Hochschulen. Wichtig zu beachten ist: Sexualität ist hierbei nur das Mittel zum Zweck. Anlass ist ausschließlich Machtwille und Machtmissbrauch. Mit dem Begriff 'sexualisierte' Gewalt wird dies verdeutlicht.

Zu der grundsätzlichen Problematik der Tat kommt noch eine weitere hinzu: Die gesellschaftlich weit verbreitete Täter-Opfer-Umkehrung trägt zur Tabuisierung des Themas bei. Der Betroffenen wird die Beweislast und (in)direkt die Verantwortung für den Übergriff zugeschoben. Skeptisch wird hinterfragt, ob sie sich "offensiv gewehrt" oder das belästigende Verhalten nicht "provoziert" hätte. Das Verhalten des Täters hingegen wird als scheinbar selbstverständliche "Reaktion" auf weibliche Hinweise stilisiert oder als Kommunikationsproblem abgetan.

Hochschulinternes Vorgehen

Wenn Sie über ein hochschulinternes Vorgehen gegen den Belästiger nachdenken, können Sie sich vertraulich durch die zentrale Gleichstellungsbeauftragte unserer Hochschule  beraten lassen. Das ist selbstverständlich anonym möglich.

Sich gegen ein Verhalten, das nicht ernsthaft nach Ihren Wünschen fragt und sich nicht respektvoll mit Ihren Grenzen auseinandersetzt, zur Wehr setzen zu wollen, ist mehr als legitim!

 
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der FH Münster
 
Dipl.-Oecotroph. Annette Moß
 
0251 83-64958

 

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Außerhalb der Hochschule können Sie sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben wenden.

Selbstverständlich werden auch hier Ihre Anrufe anonym behandelt.

Nähere Informationen sowie die Telefonnummer finden Sie unter folgenden Links:

Kontakt zu weiteren Beratungsstellen

 
Frauen-Notruf Münster e.V.
 
0251 34443
 
Zartbitter Münster e.V.
 
0251 41 40 555

Zahlen zum Thema

Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend1 brachte folgende Erkenntnisse:

• 98 % der Täter sexualisierter Gewalt und Belästigung an Erwachsenen sind männlich.
• Jede 7. Frau in Deutschland wurde Opfer einer (versuchten) Vergewaltigung und/ oder sexueller Nötigung.
• 40 % der Frauen haben körperliche und/ oder sexualisierte Gewalt erlebt.
• 58 % der Frauen wurden in ihrem Leben ein oder mehrmals sexuell belästigt.
• Täter sexualisierter Gewalt kommen in der Regel aus dem sozialen Nahbereich - 11,8 % aus dem Umfeld "Arbeit, Ausbildung, Schule".

1Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2011): Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland. Ergebnisse der repräsentativen Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland - Kurzfassung. Berlin.

 



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