Nachhaltig im Fokus: Status Quo und Zukunftspläne an unserer Hochschule

Unserer Hochschule ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen – und deshalb rücken wir dieses Thema bis zum 3. Juni in den Fokus unserer Kommunikationskanäle. Im Interview erläutern Prof. Dr. Isabelle Franzen-Reuter, Vizepräsidentin für Lehre, Nachhaltigkeit und Hochschulplanung, und Klimaschutzmanagerin Marion Behrends den aktuellen Stand und die zukünftigen Pläne.

Prof. Franzen-Reuter, welche Ziele verfolgt die FH Münster mit Blick auf die Nachhaltigkeit?

Franzen-Reuter: Wir wollen unsere Aktivitäten bündeln, koordinieren und weiterentwickeln – und das auf drei Ebenen: Lehre, Forschung und Hochschulbetrieb. In der Lehre bedeutet das konkret, dass wir Nachhaltigkeit in unseren Bildungsangeboten stärker verankern möchten, beispielweise in bestehenden Studiengängen oder auch neue Studiengänge zur Nachhaltigkeit entwickeln. Uns geht es darum, ein Bewusstsein für die Relevanz des Themas zu schaffen und unsere Studierenden auf zukünftige Arbeits- und Lebenswelten gut vorzubereiten. In unserem Fokus stehen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die Sustainable Development Goals (SDGs). Klimaschutz gehört dazu, es geht aber beispielsweise auch um hochwertige Bildung und nachhaltigen Konsum.

Wie sieht das in den anderen beiden Bereichen aus, in der Forschung und im Hochschulbetrieb?

Franzen-Reuter: Unser Ziel ist es, die nachhaltigkeitsorientierte Forschung auszubauen. Viel passiert schon jetzt in diesem Bereich, allein schon durch unsere vielen Forschungsinstitute. Wir werden aber verstärkt Ausschreibungen in den Blick nehmen, die Nachhaltigkeit fokussieren. Im Hochschulbetrieb geht es uns unter anderem darum, ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Daran arbeitet Marion Behrends intensiv.

Behrends: Genau, mit dem Konzept wollen wir unsere Aktivitäten zielgerichtet organisieren und die Grundlage für ein Klimaschutzmanagement schaffen. Nachdem die großen Treibhausgasemissionsquellen bereits identifiziert wurden, entwickeln wir nun in den kommenden Monaten Strategien für eine langfristige Reduktion und erarbeiten gemeinsam mit allen Hochschulangehörigen Maßnahmen, diese Emissionen zu senken. So können wir mittels vieler kleiner und großer Stellschrauben einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Wie werden die Studierenden und Beschäftigten mit eingebunden?

Behrends: Als Klimaschutzmanagerin bewege ich mich an der Schnittstelle vom Wissen zum Handeln. Wie also kommen wir zum Handeln? Damit das gelingt, wollen wir alle mitnehmen, zum Beispiel durch Workshops zum Klimaschutzkonzept oder unseren großen Aktionstag, der am 31. Mai stattfindet. Unter dem Motto „zusammen NACHHALTIG“ werden wir einen Tag lang Maßnahmen und Projekte aus der Lehre, der Forschung und dem Hochschulbetrieb sammeln und im Anschluss tatsächlich umsetzen. Nachhaltigkeit noch stärker zu fokussieren, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die sich an alle richtet. Wir wollen die Menschen aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger ermahnen, sondern sie durch eine offene, tolerante Art erreichen. Wichtig ist, dass wir das Thema positiv angehen und uns gegenseitig unterstützen.

Prof. Franzen-Reuter, Nachhaltigkeit ist zum ersten Mal in der Denomination als Vizepräsidentin verankert.

Franzen-Reuter: Das stimmt, und es ist ein wichtiges Signal. Denn dadurch rücken wir das Thema noch mehr in den Fokus. In den letzten Jahren ist an unserer Hochschule schon viel passiert, aber es gibt noch Luft nach oben. Mich treibt aber auch etwas anderes an: Ich bin Biologin und Professorin in der Umwelttechnik, und der Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Uns sollte wichtig sein, dass unser Planet für die nachfolgende Generation lebenswert ist, also müssen wir Natur und Umwelt schützen. Dazu wollen wir beitragen.

 

Dieses Interview ist in ausführlicher Version in der jüngsten Ausgabe unseres Hochschulmagazins „fhocus“ erschienen. Alle Beiträge in dem aktuellen Heft widmen sich dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit. Online abrufbar ist es unter fh.ms/fhocus.

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