Renommierter Förderpreis für den Zeichner Frank Hoppmann

Absolvent des Fachbereichs Design bekommt Auszeichnung für satirische Charakterstudien


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Münster (17. Juni 2005). "Spirituosenliebhaberei hat viele Gesichter" hieß seine Diplomarbeit, die in 200 Skizzen und 50 großformatigen Arbeiten die Auswirkungen des Alkohols dokumentierte. Heute drucken viele Zeitungen seine Karikaturen und Gerichtszeichnungen, darunter die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt. Die e.o.plauen Gesellschaft und die Stadt Plauen haben Frank Hoppmann nun ihren Förderpreis verliehen. Der Förderpreisträger hat bis 2002 am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster bei Prof. Marcus Herrenberger und Prof. Rolf Escher Illustration studiert.

"Das Beherrschen der Linie ist das Schwierigste", soll Picasso über das Zeichnen gesagt haben. Hoppmann steht noch am Beginn seines Schaffens. Der e.o. plauen-Förderpreis bestätigt ihm aber, dass er seine Linie bereits gefunden hat und beherrscht. "Und das", so Gotthard Brandler in seiner Laudatio, "ohne sich in eine vorgegebene Schublade ablegen zu lassen." Diese zeichnerische Vielfalt habe Hoppmann mit dem Namensgeber des Preises gemeinsam, wie Brandler weiter betont. "Auch Erich Ohser lässt sich nicht auf seine unsterblich gewordenen Vater-und-Sohn-Geschichten reduzieren." Das Werk von Frank Hoppmann umfasst viele Skizzen und Studien. Neben Kinderbuchillustrationen und Charakterstudien hat der Designer auch Zeichnungen von Gerichtsverhandlungen angefertigt.

Brandler lobte die soziologische Aussagekraft von Hoppmanns Zeichnungen. Er hob besonders die Arbeiten des Künstlers für das ostdeutsche Satiremagazin "Eulenspiegel" hervor: "Hoppmanns satirische Porträts sind für die Ausgaben fast unverzichtbar geworden und haben wesentlich zur Profilschärfung des Magazins beigetragen." Arbeitsproben sind unter www.frankhoppmann.de zu sehen.

Mit der Auszeichnung befindet sich Förderpreisträger Frank Hoppmann in berühmter Gesellschaft: Der e.o. plauen-Preis ging in diesem Jahr an den international bekannten Grafiker Tomi Ungerer.
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