Historische Persönlichkeiten begleiten das Jahr 2006

Studierende gestalten Kalender über Menschen mit besonderen Leistungen in der Pflege


Der "Historische Pflegekalender 2006" ist das Gemeinschaftsprojekt der Fachbereiche Pflege und Design der Fachhochschule Münster.
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Münster (30. Juni 2005). Blatt eins zeigt Justine Siegemund, Blatt zwölf Friedrich Zimmer. Langweilig wird dem Betrachter nicht. Er begegnet beim Durchblättern des "Historischen Pflegekalenders 2006" Persönlichkeiten, von denen er vielleicht noch nie etwas gehört hat, deren Leistungen aber bis in die heutige Zeit reichen. Auf zwölf großformatigen Blättern mit Schwarzweißbildern informiert der Kalender über die zuweilen wechselvolle und tragische Biografie sowie das wissenschaftliche und berufspolitische Wirken. Er ist als gemeinsames Projekt der Fachbereiche Pflege und Design der Fachhochschule Münster entstanden. "Der Kalender ist ein gelungenes Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit", lobte gestern (29. Juni 2005) Prof. Dr. Rüdiger Ostermann vom Fachbereich Pflege bei der Übergabe des Kalenders an den Auftraggeber GWI-AG. Das Technologieunternehmen wird den Kalender als Jahresgabe an Kunden und Einrichtungen im Gesundheitswesen verteilen.

Während Studierende des Fachbereichs Pflege die Lebensbilder der historischen Persönlichkeiten recherchierten, übernahmen Studierende des Fachbereichs Design die visuelle Konzeption. "Komplexe Aufgaben zu lösen und damit zur Bewältigung von beruflichen Situationen zu qualifizieren — dafür war das Projekt eine gute Übung", erklärte Diplom-Designer Paul Plattner-Wodarczak, der die Studierenden in dem praxisbezogenen Wahlkurs im Hauptstudium betreute. Nach ausgiebiger Recherche zu Auftraggeber, Themengebiet und Zielgruppe erstellten die Studierenden Vorgaben für Text und Motivwahl. Die angehenden Designer prüften Formate, wählten Schriften und Papier und planten die gesamte Herstellung. "Eine Herausforderung war die Beschaffenheit der teils spärlich vorhandenen, oft gealterten Materialien für die einzelnen Kalendermotive", beschrieb Design-Studentin Giulia Thieme eine besondere Schwierigkeit.

"Für die Blätter haben wir Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum mit interessantem Lebenslauf und herausragendem Beitrag für die Pflegewissenschaft ausgesucht", nennt Pflegepädagogik-Student Christian Ley die Auswahlkriterien. Ebenso wichtig sei der Einsatz für die Gleichberechtigung gewesen. Um an verlässliche Informationen zu gelangen, knüpften die Studierenden Kontakte zu kirchlichen und berufspolitischen Organisationen, der Bundespost, Archiven, Bibliotheken und Verlagen. "Interessant waren natürlich die Interviews mit den noch lebenden Zeitzeugen oder deren Angehörigen", ergänzt Kommilitonin Stefanie Spell. Die historische Entwicklung der eigenen Berufszunft sei spannend gewesen. "Das spiegelt sich auf jedem einzelnen Kalenderblatt sehr deutlich wider", so GWI-Marketingleiter Walter Schäfer. Dieser Kalender würde wegen seiner hohen Qualität Aufsehen erregen. "Den verschenke ich nicht mal so eben, die Überreichung werde ich zelebrieren."
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