Förderpreis des Landes für das Architekten-Duo „modulorbeat“

Zwei Absolventen der Fachhochschule freuen sich über Auszeichnung als Nachwuchskünstler


Preisgekröntes Architektenduo: Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (rechts) überreichte Marc Günnewig (links) und Jan Kampshoff von „modulorbeat- ambitious urbanists + planners“ den Förderpreis
Münster (8. Dezember 2008). Marc Günnewig und Jan Kampshoff, Absolventen der Fachhochschule Münster, konnten sich freuen: Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff überreichte dem Architektenduo von „modulorbeat – ambitious urbanists + planners“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2008 für Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler.

"Die Gruppe modulorbeat besetzt eine Nische neben dem Architektur-Establishment. Die Nische ist gekennzeichnet durch die Verknüpfung zweier nicht verwandter Disziplinen: der Stadt als sozialem Aktionsraum und der Kunst als autonomer und individueller Ausdruckebene. Allein schon in der gleichzeitigen Behandlung dieser fast gegenläufigen Bereiche liegt eine besondere Herausforderung“, heißt es in der Laudatio.

In den Beiträgen von modulorbeat könne man eine neue aufregende Kategorie erkennen. Der gemeinsame Nenner laute „Raum“, nicht der individuelle Raum, sondern der öffentliche, aber dennoch umgrenzte Raum, der Ort für unvorhergesehene Begegnungen. Die Jury lobte insbesondere „die Kühnheit der Konstruktionen“ wie bei der Rauminstallation in der ehemaligen Osmohalle in Münster („Halle 3 B“ zur Regionale 2004), die Licht- und Soundskulpturen („KUBIK BLN/BCN“ in Berlin) und Switch+, ein Pavillon aus Metallpaneelen zu „skulptur projekte münster“.

Neben den ehemaligen FH-Studenten ehrte das Land insgesamt elf junge Künstler und ein weiteres Architektenteam mit einem Preisgeld von je 7500 Euro. Dies solle ihnen helfen, künstlerische Projekte zu verwirklichen und ihr Werk in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen, betonte Grosse-Brockhoff.

Die Ehrung wird seit 1957 jährlich von der Landesregierung für überdurchschnittliche Begabungen im Bereich der Kunst vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger sollten in der Regel nicht älter als 35 Jahre alt sein und müssen durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Schaffen mit dem Land Nordrhein-Westfalen verbunden sein. Die Dotierung des Preises wurde in diesem Jahr von 5000 Euro auf 7500 Euro erhöht.


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