Zwei Projekte – zwei Sieger

Designstudierende entwickelten für Frauen-Notruf und Selbsthilfe-Kontaktstelle Werbekampagnen


Gewinnerteam, Lehrender, Auftraggeber
Das Team mit (v.r.) Sebastian Metzing, Christopher Katzenberger und Kira Stöter überzeugte Marco Tammen am meisten. Ihre Entwürfe, entstanden im Kurs unter der Leitung von Paul Plattner-Wodarczak, werden demnächst im öffentlichen Raum zu sehen sein. (Foto: FH Münster/Pressestelle).
Bild: 1  2  (Download Bild speichern)

Münster (14. Januar 2015). Beide Kampagnen werden umgesetzt, so lässt sich der Erfolg zusammenfassen. Vorausgegangen ist dem die Lehrveranstaltung „Aspekte der Kommunikationsgestaltung" mit 24 Studierenden am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster. Unter der Leitung der Diplom-Designer Paul Plattner-Wodarczak und Jakob Maser entwickelten sie zwei Kampagnen. Die Auftraggeber: Während es für die Hälfte der beteiligten Studierenden darum ging, die Selbsthilfe-Kontaktstelle Münster bekannter zu machen, hatte die andere die Zielgruppe für den Frauen-Notruf Münster im Blick.

„Zum ersten Mal haben wir in einem Kurs zwei verschiedene Themen bearbeitet", sagt Plattner-Wodarczak bei der Präsentation der Ergebnisse. Der Synergieeffekte wegen sei dies eine gute Idee gewesen. Denn letztendlich war die Aufgabe für beide Projekte, zu der jeweils zwölf Studierende in drei Gruppen ausgelost waren, die gleiche: eine Kampagne zu entwickeln, bei der mit einem Logo, Plakaten und einer Mikro-Website, vielleicht auch Aufklebern und anderen Produkten, auf die Auftraggeber und ihre Arbeit aufmerksam gemacht wird. „Somit bot diese erste Projektarbeit den Drittsemestern einen Rundumblick in die Disziplinen des Kommunikationsdesigns mit vollem Praxisbezug", ergänzt Maser.

Aus Sicht der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW hatte das Team mit Christopher Katzenberger, Sebastian Metzing, Kira Stöter und Johanna Reibrandt die Vorstellungen am besten umgesetzt. Marco Tammen, der mit Renate Ostendorf für die Kontaktstelle die Auswahl getroffen hat, verwies auf die 100 verschiedenen Themen der 300 Selbsthilfegruppen in Münster - es galt also einen gemeinsamen Nenner in der Plakataktion zu finden und dabei noch mehr Jüngere anzusprechen. Dazu hatten die Studierenden Themen wie Platzangst und Trauer aufgegriffen. „Ziel ist es, Menschen mit Problemen zu ermuntern, Selbsthilfegruppen aufzusuchen, aber gegebenenfalls auch eine neue Gruppe zu gründen", so Tammen. „Die Absprachen mit dem Auftraggeber waren dafür sehr wichtig", betonte Kira Stöter - eine Erfahrung, die die angehenden Designer auf ihr Berufsleben vorbereitet.

Den realen Bezug und die praktische Umsetzung ihrer Ideen lobten auch Dennis Harwardt, Teresa Klisse, Tobias Lorenz und Maya Oberheidt. Sie gewannen mit ihren Entwürfen die Kampagne für den Frauen-Notruf. Deren Leiterin Gerlinde Gröger und Sozialpädagogin Daniela Stöveken fanden „die Entwürfe perfekt und professionell". Das Siegerteam habe das Thema „Sexting" und den sicheren Umgang besonders bei Mädchen und jungen Frauen mit viel Empathie aufgegriffen und am besten dargestellt. Dafür hatten die angehenden Designer „junge Köpfe" porträtiert und beispielhaft Risiken benannt.

Auch dieses Team war sich einig, dass es noch mehr Erkenntnisse bringt, zwei große Themen in einem Kurs zu bearbeiten. „Wir haben dies für unsere Arbeit als inspirierend empfunden. Konstruktive Kritik konnten wir auch auf unsere Entwürfe anwenden", so Katzenberger.

Zum Thema:
Die Ausbildung am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang „Design - Information und Kommunikation" an.




Seite drucken