Ingenieure überzeugten mit guten Ideen

VDI vergab Förderpreis für zwei praxisorientierte Abschlussarbeiten der FH Münster


VDI Preisträger mit Vertretern des VDI
Dr. Andreas Hoffknecht (l.) und Dr. Lothar Jandel (r.) vom Münsterländer Bezirksverein verliehen Nele Schumacher und Marco Tesch von der FH Münster den VDI Förderpreis. (Foto: VDI/Münsterländer Bezirksverein)

Münster/Steinfurt (18. April 2016). Für ihre guten und praxisorientierten Abschlussarbeiten haben Nele Schumacher und Marco Tesch den VDI Förderpreis entgegengenommen. Der Münsterländer Bezirksverein vergibt diesen alljährlich an Absolventen der FH Münster.

In ihrer Masterarbeit am Fachbereich Chemieingenieurwesen hat Nele Schumacher heterogene Photokatalysatoren untersucht. Ein kniffliger Punkt an der Arbeit war, dass die Katalysatoren nicht nur mit UV-Strahlung, sondern auch mit sichtbarem Licht arbeiten sollen. Dazu eignen sich unter anderem Zirkonate. Einige dieser Verbindungen hat Schumacher mit Platin beschichtet und verschiedene Einflüsse auf die Beschichtung untersucht. Die Betreuer der Masterarbeit waren Prof. Dr. Thomas Jüstel und Prof. Dr. Andreas Weiper-Idelmann vom Fachbereich Chemieingenieurwesen.

Der zweite Preisträger hat in seiner Bachelorarbeit am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik ein System entwickelt, mit dem aus Schaltplänen automatisch die Hardware von SPS-Steuerungen konfiguriert werden kann. Zurzeit werden zum Beispiel bei Verpackungsmaschinen die Anforderungen der Kunden manuell angepasst. Diese Arbeitsweise ist jedoch recht fehleranfällig. Durch die Idee von Marco Tesch kann nun die Möglichkeiten Fehler zu produzieren reduziert, und damit wird die Qualität im Prozess erheblich erhöht werden. Die wartungsfreundliche Software ist in Modulen aufgebaut, sodass die Funktionen jederzeit erweitert werden können. Es ist möglich, aus den Schaltplandaten automatisch die SPS-Konfiguration zu generieren. Die Bachelorarbeit betreute Prof. Dr. Falk Salewski vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.

„Respekt vor den Facharbeiten dieser jungen Menschen“, kommentierte Dr. Andreas Hoffknecht, Vorsitzender des Münsterländer Bezirksvereins im VDI, die Leistungen der Absolventen. Die Kooperationen sowohl mit Schulen als auch mit der Fachhochschule sind ein Teil des Netzwerkes, das den VDI Bezirksverein charakterisiert, erläuterte Hoffknecht.

Zum Thema:
Der VDI Münsterländer Bezirksverein, als Interessenvertretung der Ingenieure im Münsterland, ist mit mehr als 2.100 Mitgliedern eine regionale Gliederung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Der VDI gehört mit 155.000 Mitgliedern zu den größten Ingenieurvereinigungen in Europa. Er vertritt die Interessen der Ingenieure in der Politik und gibt als Sprecher der Ingenieure und der Technik Stellungnahmen zu technischen und gesellschaftspolitisch relevanten Themen ab. Seit seiner Gründung im Jahr 1856 hat der VDI viele für die Technik wesentliche Entwicklungen im Bereich technische Überwachung, technisches Regelwerk (VDI Richtlinien), gewerblicher Rechtsschutz und Patentwesen initiiert.




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