Montagehalle als Kulturzentrum

Schlaun-Forum veranstaltete Ideen-Wettbewerb: Architekturstudentin Marie Droll gewann den 3. Preis


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So soll, nach den Vorstellungen von Marie Droll, der Eingangsbereich des neuen Kulturzentrums aussehen. (Grafik: Marie Droll)
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Münster (25. April 2017). 106 Arbeiten in den Fachrichtungen Städtebau, Architektur und Bauingenieurwesen aus 42 Hochschulen gingen bei der Jury des Schlaun-Ideenwettbewerbs ein. Das Thema für die angehenden Architekten: „für ein frühes Beispiel rheinischer Industriearchitektur eine neue Verwendungsmöglichkeit zu entwickeln“. Den 3. Preis erhielt Marie Droll vom Fachbereich Architektur der FH Münster, der Münster School of Architecture (MSA).

Die Münsteranerin hat die Jury mit dem Entwurf für eine Umnutzung einer Montagehalle der Firma Garbe, Lahmeyer & Co. überzeugt. Ihre Idee für das Gebäude aus dem Jahr 1899: „daraus ein flexibles Kulturzentrum zu gestalten, welches schon heute Wachstumsimpulse in Gang setzt, damit sich Aachen-Nord in Zukunft zu einem lebendigen Stadtteil entwickelt“, erklärt die 26-Jährige. Ihr Nutzungskonzept sieht ein Viertel vor, das zum Wohnen und Arbeiten einlädt und eine Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten bietet. In der ehemaligen Montagehalle sollen kleine Geschäfte des Einzelhandels, Restaurants und Cafés angesiedelt sein. Vorgesehen ist auch, die Räumlichkeiten zu vermieten – an Studierende, Unternehmer, Start-ups, Dozenten, aber auch an die Bewohner von Aachen-Nord. „Von meinem Konzept würden die Besucher des Zentrums profitieren – von verschiedenen Angeboten, die sich im ständigen Wandel befinden und sich den besonderen Bedürfnissen der Nutzer anpassen“, so Droll. Jeder hätte die Chance, die Aktivitäten mitzugestalten und selbst zu nutzen. „Das Kulturzentrum bietet so eine hohe Aufenthaltsqualität und eine große Vielfalt an kreativen Möglichkeiten für alle Altersgruppen.“

Alles nur Zukunftsmusik? Noch, erklärt die Masterabsolventin. Allerdings steht die alte Montagehalle derzeit leer und ist ungenutzt. Die Stadt Aachen hat für den nördlichen Stadtteil ein integriertes Handlungskonzept entwickelt und den Stadtteil für das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ angemeldet. Aber auch, wenn es eine fiktive Arbeit bliebe, die Architektin freut sich über ihren Wettbewerbserfolg – und natürlich auch über das Preisgeld von 1.000 Euro.

Inzwischen arbeitet die junge Master of Arts der Architektur in einem Architekturbüro in Münster an realen Projekten.




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