Neue Website gegen Lebensmittelabfall

Bundesernährungsministerium übernimmt Inhalte aus einem Forschungsprojekt der FH Münster


Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster und seine ehemalige Mitarbeiterin Linda Niepagenkemper
Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster und seine ehemalige Mitarbeiterin Linda Niepagenkemper hatten in einem Forschungsprojekt eine Internetplattform zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten entwickelt. Inhalte davon hat nun das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Website www.lebensmittelwertschaetzen.de übernommen. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)

Münster (7. November 2017). Bis zum Jahr 2030 wollen Bund und Länder das Ziel der Vereinten Nationen erfüllt haben, die Lebensmittelabfälle um die Hälfte zu reduzieren. Derzeit gehen in Deutschland etwa elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln in Industrie, Handel und Privathaushalten verloren – ein großer Teil davon vermeidbar. „Gemeinsam aktiv gegen Lebensmittelverschwendung“ haben sich deshalb die Initiatoren der Website www.lebensmittelwertschaetzen.de auf die Fahnen geschrieben. Die neue Internetplattform unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist ein Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie von Bund und Ländern. Angefangen bei den Produzenten über den Handel bis zum Verbraucher sollen die Akteure über die Website angesprochen werden.

Sie enthält auch Instrumente für Unternehmen, die ihnen helfen, Lebensmittelverluste zu vermeiden. Einige der Inhalte sind aus einem Forschungsprojekt der FH Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter hervorgegangen. Der Ernährungswissenschaftler und sein Team vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) hatten mehr als 500 internationale und nationale Instrumente und Hilfen recherchiert und sie nach ihrer Praxistauglichkeit beurteilt. Das zweijährige Forschungsprojekt „Verluste in der Lebensmittelbranche vermeiden: Forschungstransfer in die KMU-Praxis“ wurde im Februar 2017 offiziell abgeschlossen; die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte es gefördert.

„Nur durch eine neue Wertschätzung von Lebensmitteln werden wir gemeinsam die Ziele der UN bis 2030 erreichen und die Lebensmittelabfälle um die Hälfte reduzieren“, sagt Ritter.




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