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Ab ins All: Bei ihrem Praktikum hat Henrike Hitzeschilder für Satelliten bearbeitet. (Foto: ESA)

Maschinenbaupraktikum in Österreich: Henrike zeichnet Hitzeschilder für Weltraumsatelliten

Vom Schreibtisch ins All – das hat unsere duale Maschinenbaustudentin Henrike Menzel beim österreichischen Raumfahrtindustrieunternehmen RUAG Space erlebt. Aber nicht sie selbst ist geflogen, sondern Weltraumsatelliten, an deren Bauteilen sie tatkräftig mitgearbeitet hat. Denn die sollte ihr Ausbildungsbetrieb CAE Innovative Engineering konstruieren und detaillieren – ein nicht ganz so alltäglicher Auftrag. Deshalb war Henrike drei Monate vor Ort in Wien.

Maschinenbaupraktikum in Österreich: Henrike zeichnet Hitzeschilder für Weltraumsatelliten

Vom Schreibtisch ins All – das hat unsere duale Maschinenbaustudentin Henrike Menzel beim österreichischen Raumfahrtindustrieunternehmen RUAG Space erlebt. Aber nicht sie selbst ist geflogen, sondern Weltraumsatelliten, an deren Bauteilen sie tatkräftig mitgearbeitet hat. Denn die sollte ihr Ausbildungsbetrieb CAE Innovative Engineering konstruieren und detaillieren – ein nicht ganz so alltäglicher Auftrag. Deshalb war Henrike drei Monate vor Ort in Wien.

„Bei RUAG Space habe ich am Computer technische Zeichnungen für die Fertigung und die Montage erstellt“, erzählt Henrike begeistert. Relevante Bauteile waren zum Beispiel Bestandteile einer schwenkbaren Satellitentriebwerksachse, Montageplatten, Kabelanbindungsplatten und Hitzeschilder. „Insgesamt habe ich an ungefähr 250 Zeichnungen gearbeitet, die ich immer wieder anpassen musste, weil sich häufig konstruktive Änderungen ergeben haben. Zum Beispiel an den Hitzeschildern: Die haben oft neue Laschen bekommen“, erklärt Henrike. Jede Änderung verlangte nach einer neuen oder aktualisierten Zeichnung. „Die Hitzeschilder sind sehr wichtig, weil sie die Sonne oder kosmische Strahlung aus dem All abhalten und so verhindern, dass die Bauteile zu heiß werden. Deshalb müssen sie auch immer wieder an deren letztendliche Größe angepasst werden.“

Kutschfahrt mit Oma: An den Wochenenden hat Henrike Wien erkundet. (Foto: privat)
Kutschfahrt mit Oma: An den Wochenenden hat Henrike Wien erkundet. (Foto: privat, Foto oben: ESA)

Der 25-Jährigen hat die praktische Arbeit dort so gut gefallen, dass sie noch einen Monat länger blieb als ursprünglich geplant. „Es war einfach richtig spannend, das Team ist jung, motiviert und international unterwegs. Manchmal bin ich sogar freitags arbeiten gegangen, freiwillig, obwohl ich da eigentlich frei gehabt hätte.“ Das war auch kein großer Aufwand: Gewohnt hat Henrike nämlich in einem Hotel, das nur 15 Minuten zu Fuß vom Unternehmenssitz liegt. „Das hat RUAG Space alles bezahlt, auch meine Flüge – und falls ich am Wochenende heim gewollt hätte, auch die. Aber ich habe stattdessen lieber U-Bahn-Tickets genommen und Wien erkundet – und mich auch ein bisschen in die Stadt verliebt!“

Hier bearbeitet sie die Zeichnung eines Blechteils aus dem FEM-Praktikum – ganz ähnlich zu denen von einfachen Hitzeschildern, die Henrike bei RUAG Space erstellt hat. (Foto: Theresa Gerks)
Hier bearbeitet sie die Zeichnung eines Blechteils aus dem FEM-Praktikum – ganz ähnlich zu denen von einfachen Hitzeschildern, die Henrike bei RUAG Space erstellt hat. (Foto: Theresa Gerks)
Zurück in Deutschland arbeitet Henrike jetzt fleißig an ihrer Bachelorarbeit. (Foto: Theresa Gerks)
Zurück in Deutschland arbeitet Henrike jetzt fleißig an ihrer Bachelorarbeit. (Foto: Theresa Gerks)

Henrike könnte sich gut vorstellen, nach ihrem Studium dort für ein paar Jahre zu arbeiten. Auch wenn sie die Erfahrung gemacht hat, dass die Löhne in Österreich nicht so hoch sind wie in Deutschland. Trotzdem: „Als zum Schluss die letzte Zeichnung der Hitzeschilder endgültig fertig war und in die Fertigung und Montage ging – das war schon ein echt tolles Gefühl!“ Zurück in Deutschland steht jetzt für Henrike erst einmal ihre Bachelorarbeit an.

Von Theresa Gerks


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