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Zweimal in der Woche laden Julia Reckers und ihre Kolleginnen vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung Westfalen zur „Aktiven Pause“ ein.

Die Papierkorb-Diebin: Julia setzt sich für mehr Bewegung am Arbeitsplatz ein

„,Passt auf, die nimmt euch den Papierkorb weg!‘ – das ist inzwischen ein Running Gag, wenn ich irgendwo auftauche“, sagt Julia Reckers lachend. „Aber bei sitzenden Tätigkeiten ist es total wichtig, zwischendurch mal aufzustehen – da reichen schon ein paar Extra-Schritte bis zum Mülleimer.“ Schon während ihres dualen Therapie- und Gesundheitsmanagement-Studiums, Fachrichtung Physiotherapie, hat Julia Prävention als ihr Herzblut-Thema entdeckt – und lebt diese Leidenschaft in ihrem Job bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen jetzt voll aus.

Die Papierkorb-Diebin: Julia setzt sich für mehr Bewegung am Arbeitsplatz ein

„,Passt auf, die nimmt euch den Papierkorb weg!‘ – das ist inzwischen ein Running Gag, wenn ich irgendwo auftauche“, sagt Julia Reckers lachend. „Aber bei sitzenden Tätigkeiten ist es total wichtig, zwischendurch mal aufzustehen – da reichen schon ein paar Extra-Schritte bis zum Mülleimer.“ Schon während ihres dualen Therapie- und Gesundheitsmanagement-Studiums, Fachrichtung Physiotherapie, hat Julia Prävention als ihr Herzblut-Thema entdeckt – und lebt diese Leidenschaft in ihrem Job bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen jetzt voll aus.

„Da kommt eine junge Frau, die Kolleginnen und Kollegen, die seit 30 Jahren hier arbeiten, erzählen will, wie sie sitzen sollen.“ So beschreibt die 28-Jährige die Skepsis, mit der sie zu kämpfen hatte, als sie 2015 im Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Behörde anfing. Mehr als 1400 Arbeitsplätze hat sie seitdem besucht – und viele mit ihren Tipps überzeugt.

Aha-Erlebnisse garantiert: Mit Vorträgen, die sie in den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens hält, möchte Julia anregen, sich nicht erst um den Rücken zu kümmern, wenn er schmerzt.
Aha-Erlebnisse garantiert: Mit dem Angebot "Aktive Pause" (Bild oben) und Vorträgen, die sie in den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens hält, möchte Julia anregen, sich nicht erst um den Körper zu kümmern, wenn er schmerzt.

„Zuerst mache ich den Leuten deutlich, wie viel Zeit wir sitzend verbringen und wie stark sich das auf unsere Bandscheiben auswirkt.“ Dann folgt die Praxis: Julia demonstriert, wie die Bürostühle eingestellt werden müssen, um dynamisches Sitzen zu fördern. Sie checkt die Höhe der Armstützen und des Schreibtisches, überprüft den Neigungswinkel des Computerbildschirms, gibt Hinweise zur augenfreundlichen Beleuchtung – und stellt den Papierkorb um. So weit weg vom Schreibtisch wie möglich.

Unterstützung für jeden Tag: In einem Heftchen haben Julia und ihr Team Übungen zusammengestellt, die leicht am Arbeitsplatz durchgeführt werden können.
Unterstützung für jeden Tag: In einem Heftchen haben Julia und ihr Team Übungen zusammengestellt, die leicht am Arbeitsplatz durchgeführt werden können.

Neben der Beratung ist Julia auch für das Angebot „Aktive Pause“ verantwortlich, engagiert sich im Qualitätsmanagement und organisiert Ausschreibungen. Ihre Tätigkeit ist im Rahmen des Arbeitsschutzes für den Arbeitgeber verpflichtend. „Wenn ich mir einen Job hätte wünschen können, würde der genau so aussehen.“ Dafür hat sich der manchmal anstrengende Weg dorthin gelohnt. Direkt nach dem Bachelorabschluss hatte Julia zunächst mehrere Teilzeit-Anstellungen in physiotherapeutischen Praxen. „Da wurde mir nochmal richtig klar, dass ich mehr Lust darauf habe, die Menschen zu Prävention zu ermuntern, als sie zu behandeln, wenn es bereits weh tut.“ Gemeinsam mit einigen Freunden, die eine ähnliche Ausbildung und vor allem das gleiche Ziel wie sie hatten, begann sie, auf selbstständiger Basis Präventionskonzepte für Unternehmen zu entwickeln – letztendlich die Eintrittskarte für ihre jetzige Tätigkeit.

Bereits 1400 Arbeitsplätze hat Julia in ihrer Zeit bei der DRV besucht. Sie erläutert die richtige Einstellung des Bürostuhls, die ideale Neigung des Computerbildschirms – und warum es besser ist, den Papierkorb nicht direkt unter den Schreibtisch zu stel
Bereits 1400 Arbeitsplätze hat Julia in ihrer Zeit bei der DRV besucht. Sie erläutert beispielsweise die richtige Einstellung des Bürostuhls und die ideale Neigung des Computerbildschirms.

Auch das duale Studium war für Julia nicht immer ein Zuckerschlecken. Morgens ab acht Uhr Unterricht und die Arbeit am Patienten in der Schule für Physiotherapie der Uniklinik, nachmittags Seminare und Vorlesungen an unserer Hochschule, abends den anspruchsvollen Stoff vor- und nachbereiten: So sah oft der Studienalltag aus. Doch sie biss sich durch und ist heute froh über den vielschichtigen Input, den sie bekommen hat: „Das fundierte Fachwissen, das ganzheitliche Denken, das Know-how, Maßnahmen zu planen und zu strukturieren: Ich kann das wirklich alles in meinem Job anwenden!“

Von Victoria Liesche


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