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 Marginalspalte Intro Tom Brack studiert den dualen Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement, Fachrichtung Physiotherapie, und betreibt Hammerwurf als Leistungssport. Tom Brack studiert den dualen Studiengang Therapie- und Gesundheitsmanagement, Fa

Leistungssport und Studium: Tom hat den Dreh raus

Ein paar kräftige Schwünge und blitzschnelle Drehungen, dann schleudert Hammerwerfer Tom Brack sein mehr als sieben Kilogramm schweres Sportgerät weit über den Rasen. „Nächstes Jahr möchte ich 62 Meter schaffen und mich damit für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren“, sagt der 20-jährige Student. Dafür sind eine Menge Trainingseinheiten nötig. Leistungssport und Studium – wie passt das zusammen?

Leistungssport und Studium: Tom hat den Dreh raus

Ein paar kräftige Schwünge und blitzschnelle Drehungen, dann schleudert Hammerwerfer Tom Brack sein mehr als sieben Kilogramm schweres Sportgerät weit über den Rasen. „Nächstes Jahr möchte ich 62 Meter schaffen und mich damit für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren“, sagt der 20-jährige Student. Dafür sind eine Menge Trainingseinheiten nötig. Leistungssport und Studium – wie passt das zusammen?

„Nur mit einem engen Zeitplan“, antwortet Tom, der im dritten Semester unseres ausbildungsintegrierenden dualen Studiengangs Therapie- und Gesundheitsmanagement, Fachrichtung Physiotherapie, steckt. Sein Alltag sieht so aus: Von 8 bis 17:30 Uhr besucht er Lehrveranstaltungen am Fachbereich Gesundheit und an der Schule für Physiotherapie der Uniklinik Münster (UKM). Direkt danach geht’s zum Training in die Sporthalle: aufwärmen, Krafttraining mit Freihanteln und Gewichten, Schwungübungen.

Hammerwurf ist technisch anspruchsvoll – aber jede Menge Kraft braucht man auch. Deshalb gehört Gewichtheben fest zu Toms Trainingsplan. (Fotos: privat)
Hammerwurf ist technisch anspruchsvoll – aber jede Menge Kraft braucht man auch. Deshalb gehört Gewichtheben fest zu Toms Trainingsplan.

Tom schultert dieses Pensum gelassen, er hat sich daran gewöhnt. „Wenn ich einen besonders anstrengenden Tag an der Hochschule hinter mir habe, sage ich zu meinen Trainingspartnern: Fangt schon mal ohne mich an. Dann trinke ich erst mal einen Kaffee und mache eine halbe Stunde Pause.“ Als ziemlich stressig empfand er die Phase, in der er für Modul-Prüfungen lernen und gleichzeitig intensiv für den Saisonhöhepunkt, die Deutschen U23-Meisterschaften, trainieren musste. „Aber ich habe alle Klausuren bestanden und bin Siebter in der Endrunde des Wettbewerbs geworden – damit war ich unter diesen Umständen total zufrieden“, sagt er.

Das Studium ist genau sein Ding. „Im ersten Jahr haben wir Anatomie, Physiologie und andere Grundlagen gelernt. Jetzt kommt die Pathologie, also die Lehre von den Krankheiten, dazu. Das ist für mich als Sportler sehr spannend und aufschlussreich.“

Die Disziplin heißt Hammerwurf – das Sportgerät sieht aber eher aus wie eine Kugel an einem Stahlseil. „Richtig werfen kann ich nur einmal pro Woche in Olfen“, sagt Tom. Dafür ist nämlich ein Spezialkäfig nötig, den es auf Leichtathletikanlagen nur selten gibt.
Die Disziplin heißt Hammerwurf – das Sportgerät sieht aber eher aus wie eine Kugel an einem Stahlseil. „Richtig werfen kann ich nur einmal pro Woche in Olfen“, sagt Tom. Dafür ist nämlich ein Spezialkäfig nötig, den es auf Leichtathletikanlagen nur selten gibt.

Sein sportliches Ziel für nächstes Jahr: zum ersten Mal an den Deutschen Meisterschaften der Männer teilnehmen. Das bedeutet aber auch, das ambitionierte Programm weiter so diszipliniert durchziehen. Was ist seine Motivation? „Es macht mir einfach Spaß“, sagt Tom. „Ich bin gerne mit meiner Sportgruppe zusammen, wir trainieren schon seit Jahren zusammen.“ Und er geht gerne auf „Weitenjagd“. „Leichtathletik ist seit meiner Kindheit mein großes Hobby. Höher, schneller, weiter – das gefällt mir einfach.“

Nach dem Studium möchte er am liebsten in der Sportphysiotherapie arbeiten und als Trainer tätig sein. Den ersten Trainerschein hat er bereits im Frühjahr gemacht, parallel zu Sport und Studium. „An den Wochenenden war ja noch Zeit“, sagt Tom und lacht.

Von Victoria Liesche


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