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Der Hafen von Honfleur

Fußball hautnah: Julia unterstützt als Volunteer die Frauen-WM in Frankreich

Sonderlich fußballbegeistert war Julia Schäfer nicht. Das hat sich schnell geändert: Die 22-Jährige ist eine von 50 ausgewählten Deutschen und Franzosen, die als Volunteers bei der Frauen-WM helfen. Drei Wochen unterstützt sie das Marketing-Team in Le Havre – und schlägt damit mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Fußball hautnah: Julia unterstützt als Volunteer die Frauen-WM in Frankreich

Sonderlich fußballbegeistert war Julia Schäfer nicht. Das hat sich schnell geändert: Die 22-Jährige ist eine von 50 ausgewählten Deutschen und Franzosen, die als Volunteers bei der Frauen-WM helfen. Drei Wochen unterstützt sie das Marketing-Team in Le Havre – und schlägt damit mehrere Fliegen mit einer Klappe.

„Ich verbessere mein Französisch und sammle weitere internationale Erfahrungen“, sagt Julia. Sie absolviert an unserer Hochschule das European Business Programme (EBP), und das beinhaltet drei Auslandssemester. Alle drei verbringt sie an der Portsmouth Business School in der University of Portsmouth. „Zwischen dem vierten und fünften Semester habe ich drei Monate Pause, und die Zeit wollte ich unbedingt sinnvoll nutzen.“ Vom deutsch-französischen Jugendwerk hatte sie schon mal gehört, also suchte sie da als erstes nach geeigneten Programmen.

Le Havre
Drei Wochen bleibt Julia Schäfer in Le Havre. (Foto: privat)

„Von der Idee, als Volunteer bei der Frauen-WM mitzuarbeiten, war ich sofort begeistert und habe mich einfach mal beworben.“ Dafür musste sie zunächst ein Bewerbungsformular vom deutsch-französischen Jugendwerk ausfüllen, anschließend verschaffte sich dieses in einem Telefoninterview einen Eindruck von ihren Französischkenntnissen und ihrer Motiviation für die Teilnahme. Danach folgte ein Interview mit dem Local Organising Committee (LOC 2019) der Fédération Francaise de Football, und plötzlich erhielt sie die Zusage. „Das lief alles total unkompliziert, das Jugendwerk hat mir ein Zimmer im Studentenwohnheim besorgt und beteiligt sich an den Kosten für die An- und Abreise.“ Jetzt arbeitet sie als einzige Deutsche in einem Team mit Freiwilligen aus Frankreich. „Für meine Sprachkenntnisse ist das Gold wert, denn so bin ich gezwungen, Französisch zu sprechen. Meine Kollegen versuchen teilweise trotzdem mit mir auf Englisch zu reden. Da haben wir manchmal ganz schönes Sprachenwirwarr“, sagt Julia und lacht. Der Zusammenhalt unter den Freiwilligen sei großartig, die Atmosphäre im Stadion super – auch wenn sie durch ihren Job nicht alles mitbekommt. „Wir machen hier verschiedene Marketingaktionen. Zum Beispiel haben wir einen Bilderrahmen, mit dem Leute Fotos von sich machen lassen können. Außerdem assestiere ich bei Proben für das Vorprogramm und kümmere mich darum, dass die Marken der Sponsoren präsent sind.“

Jede Menge Leckereien hat die französische Küche zu bieten. Chocolatiers verkaufen ihre Spezialitäten in solchen Geschäften. (Foto: privat)
Jede Menge Leckereien hat die französische Küche zu bieten. Chocolatiers verkaufen ihre Spezialitäten in solchen Geschäften. (Foto: privat)

Die drei Wochen sind fast vorbei, doch Julia bleibt noch zwei weitere Monate in dem Land. „Ich habe vor kurzem ein Praktikum bei einem großen Unternehmen im Münsterland gemacht und da einfach mal gefragt, ob ich etwas ähnliches in der französischen Tochtergesellschaft in Lyon machen kann.“ Das hat geklappt: Julia kommt in den Bereich „Sales Support“

 

Blumenstand auf einem Markt
Ihre Sprachkenntnisse verbessern – das war ein Grund, warum Julia unbedingt nach Frankreich wollte. Sie lernt viel im Alltag. (Foto: privat)

Im Herbst geht sie zurück nach Portsmouth. „Auslandsaufenthalte sind total bereichend, nicht nur für meine Sprachkenntnisse, sondern auch für mich persönlich. Ich treffe Menschen aus aller Welt, lerne viel und werde selbstständiger. Durch das EBP habe ich Blut geleckt – ich glaube, ich gehe immer wieder ins Ausland.“

Von Katharina Kipp


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