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Tobias Schröer, Johannes Riedel, Sean Bosnyak und Max Kroll (von links) studieren bei uns an der MSD. Für den Budenzauber 2019 haben sie die „Salzstraße“ kreiert. (Foto: Moritz Schäfer)

Von Münsters Straßen auf den Tisch: Junge Designer machen Gewürzstreuer aus Kopfsteinpflaster

Eines der wesentlichen Merkmale von Münsters Altstadt wird in der Regel mit Füßen getreten: das Kopfsteinpflaster. Die wichtigsten Straßen und Plätze sind geprägt vom charakteristischen Naturstein und den holen vier junge Designer jetzt auf den Tisch – als Gewürzstreuer.

Von Münsters Straßen auf den Tisch: Junge Designer machen Gewürzstreuer aus Kopfsteinpflaster

Eines der wesentlichen Merkmale von Münsters Altstadt wird in der Regel mit Füßen getreten: das Kopfsteinpflaster. Die wichtigsten Straßen und Plätze sind geprägt vom charakteristischen Naturstein und den holen vier junge Designer jetzt auf den Tisch – als Gewürzstreuer.

Tobias Schröer, Johannes Riedel, Sean Bosnyak und Max Kroll wollten für den Budenzauber 2019 ein Produkt mit starkem Bezug zu Münster entwickeln, das in Form und Funktion nicht nur an die Weihnachtszeit gebunden ist. „Wir wussten, dass das Pflaster an einigen Stellen in der Stadt erneuert wird und wollten die alten Steine für etwas Neues nutzen“, erklärt Tobias. Die Idee: Aus den Steinen sollten Salz- und Pfefferstreuer werden, wie man sie zum Nachwürzen auf den Tisch stellt. „Gemeinsam essen ist ja nicht nur zu Weihnachten ein großes Thema“, sagt Sean.

Planungsphase: Mit Hilfe handgefertigter Skizzen und Arbeit am Laptop machten sich die angehenden Designer ein Bild davon, wie ihr Produkt am Ende aussehen sollte. (Foto: Moritz Schäfer)
Planungsphase: Mit Hilfe handgefertigter Skizzen und Arbeit am Laptop machten sich die angehenden Designer ein Bild davon, wie ihr Produkt am Ende aussehen sollte.
Planungsphase: Mit Hilfe handgefertigter Skizzen und Arbeit am Laptop machten sich die angehenden Designer ein Bild davon, wie ihr Produkt am Ende aussehen sollte. (Foto: Moritz Schäfer)
Planungsphase: Mit Hilfe handgefertigter Skizzen und Arbeit am Laptop machten sich die angehenden Designer ein Bild davon, wie ihr Produkt am Ende aussehen sollte. (Foto: Moritz Schäfer)

Sie knüpften Kontakt zur Stadt. „Eigentlich hatten wir auf Steine vom Prinzipalmarkt gehofft, aber das war leider nicht möglich“, erinnert sich Max. Stattdessen bekamen sie einige Steine aus Blaubasalt und Grauwacke zur Verfügung gestellt, die ebenfalls in der Altstadt zu finden sind. Auch an dem Ort, der schließlich den passenden Namen für ihr Projekt lieferte – die Salzstraße.

An dem Punkt hatten sie die Grundidee und das Material, doch bis zum Produkt war es noch ein weiter Weg. Wie können die Steine bearbeitet werden? Wie soll der Verschlussmechanismus aussehen? Womit behandelt man die Oberfläche, damit sie nicht nur schön aussieht, sondern auch gut in der Hand liegt? Und wie präsentiert man das Ganze für den Verkauf? Auf all diese Fragen fanden sie Antworten.

Von einem Steinmetz wird der Kern der Steine von unten und die Löcher zum Streuen der Gewürze von oben ausgebohrt. Verschlossen wird das Ganze von einem Stopfen aus Nussbaumholz. Auf dem Tisch stehen die Streuer später auf einer kleinen Nussbaumholzplatte, die herausstehenden Stopfen auf der Unterseite sitzen dann passgenau in zwei Bohrungen. (Foto: Moritz Schäfer)
Von einem Steinmetz wird der Kern der Steine von unten und die Löcher zum Streuen der Gewürze von oben ausgebohrt. Verschlossen wird das Ganze von einem Stopfen aus Nussbaumholz. Auf dem Tisch stehen die Streuer später auf einer kleinen Nussbaumholzplatte, die herausstehenden Stopfen auf der Unterseite sitzen dann passgenau in zwei Bohrungen.
Von einem Steinmetz wird der Kern der Steine von unten und die Löcher zum Streuen der Gewürze von oben ausgebohrt. Verschlossen wird das Ganze von einem Stopfen aus Nussbaumholz. Auf dem Tisch stehen die Streuer später auf einer kleinen Nussbaumholzplatte, die herausstehenden Stopfen auf der Unterseite sitzen dann passgenau in zwei Bohrungen. (Foto: Moritz Schäfer)
Von einem Steinmetz wird der Kern der Steine von unten und die Löcher zum Streuen der Gewürze von oben ausgebohrt. Verschlossen wird das Ganze von einem Stopfen aus Nussbaumholz. Auf dem Tisch stehen die Streuer später auf einer kleinen Nussbaumholzplatte, die herausstehenden Stopfen auf der Unterseite sitzen dann passgenau in zwei Bohrungen. (Foto: Moritz Schäfer)

Die Steine werden, nach einer gründlichen Reinigung, von einem befreundeten Steinmetz vorbereitet. Eine Kernbohrung von der Unterseite schafft Platz im Inneren, kleinere Löcher in der Oberseite lassen später Salz und Pfeffer rieseln. Verschlossen wird alles mit einem Stopfen aus Nussbaumholz und Kork. Die beiden Streuer stehen auf einer Platte aus Nussbaum, in die auch der Produktname via Laser eingraviert wird. „Zum Verkauf werden die Streuer noch mit einer Banderole umwickelt, auf die wir eine Gebrauchs- und Pflegeanleitung gedruckt haben“, erklärt Johannes. „Außerdem erfährt man noch einiges über die Geschichte der Salzstraße.“ Bleibt nur zu hoffen, dass die Weihnachtstafel nicht zum rauen Pflaster wird.

Von Moritz Schäfer

So sehen die Streuer am Ende aus. Zum Verkauf werden sie mit einer Banderole umwickelt, auf die neben einer Pflegeanleitung auch noch Interessantes über die Geschichte der Salzstraße zu lesen ist. (Foto: Moritz Schäfer)
So sehen die Streuer am Ende aus. Zum Verkauf werden sie mit einer Banderole umwickelt, auf die neben einer Pflegeanleitung auch noch Interessantes über die Geschichte der Salzstraße zu lesen ist.

Info: BUDENZAUBER

Seit acht Jahren findet der BUDENZAUBER an unserem Fachbereich Design, der Münster School of Design (MSD) statt. Unter Anleitung von Prof. Steffen Schulz entwickeln und produzieren die Teilnehmer in einem achtwöchigen Produktdesign-Seminar an der MSD Alternativen zu typischen Weihnachtsgeschenken. Sie werden in Kleinserien hergestellt und am Samstag des ersten Adventswochenendes im Einrichtungshaus Ventana in Münster verkauft.


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