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Zwei Computerbildschirme.

Risiken in der digitalen Welt abwägen: Prof. Schinzel und Steffen Soddemann machen unsere Hochschule fit in Cybersicherheit

Es ist dunkel, die Gegend verlassen, der Geldautomat unbewacht. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, nur zwei zwielichtige und angetrunkene Gestalten sitzen auf dem Bürgersteig und starren die Fußgängerin an, die plötzlich doch kein Bargeld mehr benötigt – ähnlich vorsichtig sollte man auch im Internet sein. „Jeder Mensch wägt im realen Leben Risiken ab, und wir müssen lernen, das auch in der digitalen Welt zu tun“, sagt IT-Sicherheitsexperte Prof. Dr. Sebastian Schinzel.

Risiken in der digitalen Welt abwägen: Prof. Schinzel und Steffen Soddemann machen unsere Hochschule fit in Cybersicherheit

Es ist dunkel, die Gegend verlassen, der Geldautomat unbewacht. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, nur zwei zwielichtige und angetrunkene Gestalten sitzen auf dem Bürgersteig und starren die Fußgängerin an, die plötzlich doch kein Bargeld mehr benötigt – ähnlich vorsichtig sollte man auch im Internet sein. „Jeder Mensch wägt im realen Leben Risiken ab, und wir müssen lernen, das auch in der digitalen Welt zu tun“, sagt IT-Sicherheitsexperte Prof. Dr. Sebastian Schinzel.

Deshalb macht er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Steffen Soddemann sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Datenverarbeitungszentrale (DVZ) unsere Hochschule fit in Cybersicherheit. „Wir wollen niemandem Angst machen“, sagt Schinzel. „Aber jede und jeder Einzelne ist gefragt.“ Indem sie oder er zum Beispiel nirgendwo Passwörter rausrückt und Phishing-Mails erkennt – Informationen dazu haben Schinzel und Soddemann auf der Website unserer Hochschule veröffentlicht. „Cybergefahren sind unsichtbar, genau wie die Corona-Viren. Und deshalb sind manche Menschen im Umgang mit ihren Daten im Internet oder im Netz allgemein nachlässig. Hier kommen wir ins Spiel“, sagt Soddemann.  

Machen unsere Hochschule fit in Cybersicherheit (v.l.): Steffen Soddemann und Prof. Dr. Sebastian Schinzel. (Foto: Katharina Kipp)
Machen unsere Hochschule fit in Cybersicherheit (v.l.): Steffen Soddemann und Prof. Dr. Sebastian Schinzel. (Foto: Katharina Kipp)

Sein Job ist es zum Beispiel, die Hochschule auf Schwachstellen zu untersuchen. „Vor kurzem haben wir neue Drucker bekommen, die ich vor Inbetriebnahme erst einmal genau unter die Lupe genommen habe.“ Außerdem plant er eine Kampagne, um Angehörige der FH Münster für das Thema Cybersicherheit zu sensibilisieren. „Wir wollen das Thema dauerhaft in der Hochschule verankern.“

Prof. Dr. Sebastian Schinzel (l.) ist IT-Sicherheitsexperte und sagt. Steffen Soddemann ist studentische Hilfskraft in seinem Team. (Foto: Katharina Kipp)
Prof. Dr. Sebastian Schinzel (l.) ist IT-Sicherheitsexperte, Steffen Soddemann studentische Hilfskraft in seinem Team. (Foto: Katharina Kipp)

Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick in die Medienberichterstattung. „Es ist noch gar nicht so lange her, als eine Universität nach einem Hackerangriff wochenlang offline war. Und erst vor kurzem ist wieder ein Krankenhaus einem Verschlüsselungstrojaner zum Opfer gefallen“, so Schinzel. Dabei gehen die Angreiferinnen und Angreifer sehr viel zielgerichteter vor als noch vor einigen Jahren. „Sie ändern ständig das Muster und sind uns immer einen Schritt voraus. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, und deshalb liegt so viel Verantwortung bei den Nutzerinnen und Nutzern.“

Normalerweise treffen sie sich digital, für den Fototermin seit langem wieder in Präsenz. (Foto: Katharina Kipp)
Normalerweise treffen sie sich digital, für den Fototermin seit langem wieder in Präsenz. (Foto: Katharina Kipp)

Und ihnen hilft das Team. „Man kann uns über ein Kontaktformular jederzeit einen Informationssicherheitsvorfall melden oder bei Fragen kontaktieren“, sagt Soddemann. Die eingehenden Anliegen abzuarbeiten, auch das ist seine Aufgabe. „Uns ist es lieber, wenn Menschen einmal mehr nachfragen als zum Beispiel einfach so den Anhang einer merkwürdigen Mail zu öffnen.“ Soddemann hatte sich an unserer Hochschule für den Bachelorstudiengang Informatik eingeschrieben und Schinzels Vorlesung zur Netzwerksicherheit besucht. „Da habe ich gemerkt, dass das genau mein Thema ist.“ Er begann als Tutor zu arbeiten, studiert inzwischen Informatik im Master und unterstützt Schinzel als Mitarbeiter in Teilzeit. „Wir fliegen hier immer etwas unter dem Radar. Aber jede und jeder braucht uns, und hochschulweit ist das Thema Cybersicherheit verstärkt auf der Agenda.“ 

Von Katharina Kipp


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