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SALES2B: Malte und sein Team sind mit ihrem Start-Up die Gründerehe eingegangen

Malte Lohaus ist mit seinem BWL-Studium an unserer Hochschule fast fertig, nur die Bachelorarbeit fehlt noch. Bewerbungen schreibt der 23-Jährige aber erst mal nicht: Denn parallel zu seinem Studium hat Malte sein eigenes Start-up gegründet – und fühlt sich in der Selbstständigkeit sehr wohl.

SALES2B: Malte und sein Team sind mit ihrem Start-Up die Gründerehe eingegangen

Malte Lohaus ist mit seinem BWL-Studium an unserer Hochschule fast fertig, nur die Bachelorarbeit fehlt noch. Bewerbungen schreibt der 23-Jährige aber erst mal nicht: Denn parallel zu seinem Studium hat Malte sein eigenes Start-up gegründet – und fühlt sich in der Selbstständigkeit sehr wohl.

„Vertriebler*innen haben es heutzutage schwer, denn die Akquise neuer Kunden kostet viel Zeit, und ist oft wenig erfolgreich. Das geht effizienter, wenn man Daten richtig nutzt, beschreibt Malte die Idee von SALES2B. Basierend auf objektiven Datenanalyse- und maschinellen Lernverfahren identifiziert das Start-up ausschließlich jene Unternehmen, die einen konkreten Bedarf nach den Lösungen der Kund*innen haben. In die Analyse der Vertriebshistorie werden alle entscheidungsrelevanten Kriterien einbezogen. „Wir analysieren eine Vielzahl an Datenpunkten, wie zum Beispiel Finanzkennzahlen, Stellenausschreibungen, Website-Inhalte oder auch verwendete Technologien, und erstellen darauf basierend Zielkundenprofile.“

Zwei Personen vor einem Laptop
Datenanalysen gehören zum Tagesgeschäft. (Foto: Lukas Hoppe)

Das Ziel sein eigenes Start-up zu gründen hatte Malte schon länger. Auch deshalb hat er sich an unserem Fachbereich Wirtschaft, der Münster School of Business (MSB), für das BWL-Studium entschieden. „Während des Studiums habe ich dann gemerkt, dass mich die Theorie interessiert, ich sie aber auch in der Praxis anwenden möchte.“ Über sein Engagement beim Venture Club Münster (VCM), einer der größten studentischen Initiativen für Entrepreneurship, habe er viele Gleichgesinnte getroffen, Ideen ausgetauscht und themenspezifische Workshops besucht. Und er lernte dort seine beiden Mitgründer kennen: Florian Dostert und Bastian Wegge. „Flo kennt das Problem der Neukundenakquise aus eigener Erfahrung. Und genau mit diesem Problem im Rücken haben wir die Idee 2019 in einem Accelerator-Programm der Founders Foundation hinterfragt. Nach zahlreichen Validierungsgesprächen und einen Monat später haben wir auch recht schnell den ersten Kunden für uns gewinnen können. Danach wussten wir: Der Markt ist vorhanden.“

Das Team von SALES2B
Das Team von SALES2B sei eine Gründerehe eingegangen, sagt Malte. Alle Fotos sind vor Corona entstanden. (Foto: Lukas Hoppe)

Unterstützung holte sich Malte auch von unserer Hochschule. „Ich hatte viel Kontakt zu meinen Professoren Dr. Christian Tallau, Dr. Ronny Gebhardt und Dr. Ulrich Balz und habe sie mit Fragen regelrecht gelöchert. Das war sehr hilfreich!“ Wichtige Ansprechpartner*innen fand er auch bei der regionalen Start-up-Plattform REACH, bei der wir als Gründerhochschule involviert sind. „All diese Netzwerke sind Gold wert!“ Mittlerweile besteht das Team aus 13 Personen, darunter Data Scientists, Marktforschungsanalyst*innen und Produktmanager*innen. „Wir sind stolz darauf international tätige Unternehmen, aber auch regionale Innovationsführer als unsere Kunden gewonnen zu haben. Das haben wir als Team geschafft und sind alle irgendwie eine Gründerehe eingegangen“, scherzt Malte. Nicht immer laufe alles rosig, Höhen und Tiefen gehören dazu, denen man gemeinsam standhalten müsse. „Da ist es wichtig die richtigen Leute an Bord zu haben.“

Drei Mitarbeiter im Gespräch
Inzwischen gehören auch international tätige Unternehmen zu den Kunden von SALES2B. (Foto: Lukas Hoppe)

Das Erfolgsrezept für Gründer*innen: sich auf das Problem zu konzentrieren, weniger auf die Lösung. „Viele haben richtig gute Ideen. Aber Erfolg hat man erst dann, wenn man es schafft, das Problem von Grund auf zu hinterfragen und anzugehen. Der Lösungsansatz kann sich ändern.“

Von dem Gedanken, nach dem Abschluss sofort einen Arbeitsvertrag unterschreiben zu müssen, hat er sich frühzeitig verabschiedet. „Das hat für mich überhaupt keine Relevanz. Aktuell geht’s mir nur um mein Start-up, da steckt viel Herz und Leidenschaft drin. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit dem Team weiter zu wachsen. Dafür suchen wir auch immer spannende Leute, die bei uns ihre Fähigkeiten einbringen wollen.“

Von Katharina Kipp


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