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Frau bildet den zweiten Buchstaben

Äthiopische Universitäten im Wandel: Yvonne coacht Hochschulbeschäftigte in Addis Abeba

Expert*innen der FH Münster unterstützen in einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Projekt 15 äthiopische Universitäten bei der Transformation zu Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Yvonne Waschitzek führte in der Hauptstadt des nordafrikanischen Landes einen Workshop zum Projektmanagement durch.

Äthiopische Universitäten im Wandel: Yvonne coacht Hochschulbeschäftigte in Addis Abeba

Expert*innen der FH Münster unterstützen in einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Projekt 15 äthiopische Universitäten bei der Transformation zu Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Yvonne Waschitzek führte in der Hauptstadt des nordafrikanischen Landes einen Workshop zum Projektmanagement durch.

„Schon während des Studiums habe ich zwei Jahre lang als wissenschaftliche Hilfskraft im Wandelwerk - Zentrum für Qualitätsentwicklung gearbeitet und dabei auch Einblick in dessen internationale Projekte erhalten, die ich total spannend finde“, berichtet Yvonne. Denn das Wandelwerk hat nicht nur die Qualitätsstandards unserer Hochschule im Fokus, sondern engagiert sich auch weltweit, zum Beispiel in der Ukraine, Chile, Sierra Leone oder Nigeria, um dort ein demokratisches, dialogorientiertes und stärker partizipatives Hochschulmanagement mit aufzubauen. „Ich bin froh, dass ich nach meinem Abschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wandelwerk anfangen und inhaltlich mit in das Äthiopien-Projekt einsteigen konnte“, sagt die 30-Jährige, die am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management den Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft absolviert hat. „Ich mag es super gern, aus der Komfortzone rauszukommen und neue Eindrücke zu sammeln.“

Blick von oben auf eine Pfanne und zwei Schüsseln, in denen sich Speisen befinden/Drei Frauen an Kaffeetisch
Während des Aufenthalts bot sich Yvonne und ihren Mitreisenden auch Gelegenheit, die landestypischen Gebräuche ein wenig kennenzulernen. (Fotos: Petra Pistor)

Hierzu hatte die Globetrotterin in der Vergangenheit schon einige Gelegenheit: Nach dem Abi machte sie acht Monate lang Work and Travel in Australien und während ihres Bachelorstudiums an der Universität Kiel verbrachte sie ein Gastsemester in Finnland. Bevor sie zum Masterstudium nach Münster kam, reiste sie zwei Jahre durch die Welt – erst durch Süd- und Zentralamerika, dann nach Kanada, wo sie, um die Reisekasse wieder aufzufüllen, eine Zeitlang als Köchin in einem Skihotel arbeitete. Ihre Route führte sie anschließend durch die USA, Indonesien, Neuseeland und Island. Für ihre Masterarbeit forschte sie später noch in Mosambik zur Lagerung von Mais.

Workshopteilnehmende an Arbeitstischen
Die Teilnehmer*innen des Workshops lernten die wichtigsten Methoden und Grundlagen für eine erfolgreiche Projektdurchführung kennen. (Foto: Yvonne Waschitzek)

„Äthiopien hat ein ganz anderes kulturelles Umfeld und ist ziemlich wuselig“, erzählt Yvonne. „Es hat mir dort sehr gut gefallen und ich habe mich trotz vieler Sicherheitshinweise sehr sicher gefühlt. Ich durfte viele coole Leute kennenlernen, die sehr engagiert waren und unseren Input sehr geschätzt haben. Es war schön, so ein positives Feedback und so eine Wertschätzung zu erhalten.“ Allerdings sei das Zeitmanagement teilweise herausfordernd gewesen: „Nach den Pausen musste man alle Teilnehmenden erst persönlich dazu auffordern, weiterzumachen“, schmunzelt sie.

Gruppe von vier Frauen und drei Männern steht vor einer rot-weiß gestreiften Hauswand
Mit Yvonne (r.) waren vier weitere FH-Expert*innen mit vor Ort in Äthiopien: Ihre beiden Wandelwerkkolleginnen Dr. Sonja Mikeska (2.v.r.) und Petra Pistor (3.v.l.) sowie FH-Vizepräsident Carsten Schröder (Mitte) und Rolf Laakmann (2.v.l.) von der TAFH Münster GmbH. (Foto: Solomon Debebe)

Am Projekt “Transformation of Comprehensive Universities to Universities of Applied Sciences” in Äthiopien sind neben der FH Münster auch die Hochschule Osnabrück und das Centre for Higher Education (CHE) beteiligt. Zusammen begleiten und unterstützen sie die äthiopischen Hochschulen dabei, an ihren jeweiligen Einrichtungen Change-Projekte durchzuführen – zum Beispiel ein praxisorientiertes Curriculum oder ein Konzept zur Förderung weiblicher Forscherinnen zu entwickeln.

Collage aus zwei Bildern: Wohnhäuser am Hang inmitten von Büschen und Bäumen, vorn ein Teppich auf einer Leine bzw. Skyline von Addis Abeba
Äthiopien ist ein Land voller Kontraste und bietet viele nachhaltige Eindrücke. (Fotos: Yvonne Waschitzek)

Neben dem Workshop zum Projektmanagement, gab es weitere zu Diversität in der Lehre, Service Learning oder Best Practice-Beispielen für anwendungsorientierte Lehre. „Es geht darum, unsere Erfahrungen zu teilen und zu schauen, was man auf den äthiopischen Kontext anwenden kann“, erläutert Yvonne.

Von Stefanie Gosejohann


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