16 Millionen für Fortschrittkollegs in NRW: Unsere Hochschule forscht mit

Mit mehr als 16 Millionen Euro werden sechs Fortschrittkollegs in Nordrhein-Westfalen gefördert. An einem ist die FH Münster beteiligt. Gemeinsam mit der RWTH Aachen werden  drei Doktoranden vom Fachbereich Bauingenieurwesen forschen. 

Prof. Dr. Sabine Flamme ist Sprecherin des Kollegs in Münster. (Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz)
Sprecherin des Kollegs in Münster: Prof. Dr. Sabine Flamme. (Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz)

Ihr Thema: „VERBUND.NRW – Ressourceneffizienzsteigerung beim Einsatz von Verbundwerkstoffen und -konstruktionen im Bauwesen“. Dafür sollen die Doktoranden die gesamte Wertschöpfungskette untersuchen, beispielsweise von Textilbetonen, glasfaserverstärkten Bauteilen und intelligenten Wandsystemen – für diese Materialen sind in den letzten Jahren in Deutschland große Märkte entstanden, die weiterhin wachsen werden.

Verbundwerkstoffe und -konstruktionen sind auch in NRW von zentraler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Lösungsansätze für eine spätere Wiederverwendung beziehungsweise Entsorgung fehlen noch weitgehend. „Verbundmaterialien und -konstruktionen zu recyceln kann erheblich dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, insbesondere dann, wenn bereits beim Design neben der Nutzung auch das Recycling der Materialien angestrebt und berücksichtigt wird“, sagt Prof. Dr. Sabine Flamme, Sprecherin des Kollegs in Münster. Die Wissenschaftler widmen sich deshalb der Steigerung der Ressourceneffizienz und der Rohstoffrückgewinnung und damit auch dem Klimaschutz. Die angestrebten Lösungsstrategien sollen auch auf andere Branchen übertragbar sein.

Die sechs Fortschrittskollegs werden über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit 2,72 Millionen Euro je Kolleg vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung gefördert, insgesamt also mit 16,32 Millionen Euro. Die Förderung beginnt am 1. Juli 2016. In dem Projekt sind neben den Doktoranden und Prof. Dr. Sabine Flamme auch Prof. Dr. Dietmar Mähner und Prof. Dr. Stefanie Friedrichsen von der FH Münster involviert. 

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