Satelliten, Mars-Rover, Galileo: Studierende entdecken Raumfahrtforschung

Für Forschungen im Weltraum arbeiten? Das wäre etwas für unsere angehenden Optik- und Lasertechnik-Experten am Fachbereich Physikalische Technik. Rund 30 Studierende haben jetzt das Technologieunternehmen OHB und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen besucht.

Christian Dahle studiert Physikalische Technik mit Spezialisierung Lasertechnik und besuchte Anfang des Wintersemesters den Vortrag „Laser im Weltraum“ unseres Instituts für Optische Technologien (IOT). „Da waren viele von unserem Semester anwesend und wir fanden den Vortrag so gut, dass wir dachten, eine Exkursion zu diesem Thema wäre ja mal was“, erzählt Dahle. Also nahm er die Zügel in die Hand und suchte den Kontakt nach Bremen: Dort sind nämlich die Abteilung für Raumfahrtsysteme des DLR und das Technologieunternehmen OHB ansässig, das unter anderem Satelliten entwickelt und herstellt.

Auf die rund 30 Studierenden – auch aus dem Photonik-Master waren einige dabei – wartete dann am Exkursionstag ein interessanter Mix aus Fachvorträgen und Besichtigungen. Gleich fünf Ingenieure waren bei OHB am Start, die zum Beispiel über das Navigationssystem Galileo, Software für Satelliten und Pläne für Mars-Expeditionen berichteten. Eine gute Chance zum Kontakteknüpfen, denn OHB wächst momentan stark und hat 250 offene Stellen bei 2.100 Mitarbeitern. „Ich werde mich da auf jeden Fall für meine Praxisphase und die anschließende Bachelorarbeit bewerben“, sagt Dahle. Nach den Fachvorträgen und der Unternehmensvorstellung haben die Studierenden noch in einer Werksführung gesehen, wo die Satelliten für das europäische Galileo Navigationssystem, und die Sonde für die nächste ExoMars-Mission produziert werden.

Auch beim DLR gab es ziemlich viel zu staunen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter zeigte den Exkursionsteilnehmern die Laboreinrichtungen vor Ort – meist über Balkone, denn es handelt sich dabei um Reinräume, die nicht so einfach von so vielen Personen besichtigt werden können. Besonders spannend fanden die Studierenden das Labor mit dem Spitznamen Sandkasten, in dem Landung und Rover-Fahrten auf fremden Planeten getestet werden. Außerdem konnten alle im Foyer Modelle verschiedener Satelliten fotografieren.

„Die Exkursion war wirklich eindrucksvoll und hat alle meine Erwartungen übertroffen“, so lautet das Fazit von Prof. Dr. Ulrich Wittrock, der den Trip begleitete und bei der Kontaktaufnahme geholfen hatte. Und Dahle? Der war überrascht, wie glatt alles lief: „Ich würde so was noch mal organisieren!“

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