Forschungsprojekt: „InMediValue“ entwickelt Innovationen für medizinische Bilder

Unsere Hochschule hat mit deutsch-niederländischen Partnern ein neues Projekt gestartet, das die Krebsdiagnose und -behandlung vereinfachen soll. Benefits gibt es dabei ganz konkret für Brustkrebspatientinnen.

„InMediValue“ umfasst drei ineinander verschachtelte Teilprojekte. Das erste Vorhaben betrifft die Brustkrebsvorsorge, genauer gesagt die Mammographie. „Das Projektteam entwickelt ein Produkt für eine Komfortverbesserung der Patientin bei der Aufnahme, mit dem der notwendige Druck individuell angepasst werden kann. Gleichzeitig soll damit die Bildqualität verbessert werden“, erklärt Prof. Dr. Karin Mittmann von unserem Fachbereich Physikalische Technik, die „InMediValue“ federführend betreut.

Im Teilprojekt Nummer zwei geht es um die Auswertung von medizinischen Bildern. Dabei kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz: Ein Programm soll auf Röntgenbildern kleinste Tumoren auffinden. Es soll zukünftig diagnostizieren können, ob der Tumor bösartig ist oder nicht.

Wie man einen Tumor für die Behandlung schneller und sicherer als bislang aufspüren kann, darum geht es im dritten Teilprojekt. Hier sollen zwei Detektionsmöglichkeiten miteinander kombiniert werden. „Genauer gesagt wollen wir einen Marker entwickeln, welcher sowohl magnetisch als auch optisch detektiert werden kann“, erklärt Mittmann. Bislang werden entweder magnetische Nanopartikel oder Farbstoffe zur Lokalisierung des Tumors im OP eingesetzt.

Das grenzüberschreitende, interdisziplinäre Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren wird im Rahmen des INTERREG V Programms mit mehr als 2,3 Millionen Euro gefördert. 20 Personen sind grenzüberschreitend involviert, diese sind tätig für die Unternehmen Screenpoint Medical BV aus Nijmegen, Sigmascreening BV aus Enschede, Cysal GmbH aus Münster, TAFH Münster GmbH sowie unser EUREGIO Biotech Center in Steinfurt, das Institut für Klinische Radiologie des Uniklinikum Münster (UKM) und das MIRA-Institut der Universität Twente in Enschede. 

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