Promotion: Mikroskop macht Magnetismus sichtbar

Andreas Schümmer baut in seiner Doktorarbeit ein ungewöhnliches Forschungsinstrument, um damit Nanomaterialien für die Datenspeicherung zu untersuchen. Sein Mikroskop arbeitet mit Synchrotronstrahlung, die allergenauste Materialbilder ermöglicht.

Das Mikroskop macht sich eine Besonderheit der Reflexion von Röntgenstrahlung an magnetischen Materialien zunutze. „Ich erforsche Nanomaterialien für die Datenspeicherung. Computer müssen Daten, also die Bits, auf ihren Festplatten lesen, und die sind magnetisch gespeichert. Mit dem neuen Mikroskop kann man ganz genau herausfinden, woraus und wie eine Probe aufgebaut ist und welche Elemente wirklich den Magnetismus und die magnetischen Eigenschaften bewirken“, erklärt der Doktorand vom Fachbereich Physikalische Technik.

Dreieinhalb Jahre hat Schümmer bereits an diesem Projekt in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich getüftelt. Nun funktioniert das neue Mikroskop, das in Dortmund beim Elektronenbeschleuniger DELTA steht. Ein Elektronenbeschleuniger heißt auch Synchrotron, weil nur er eine besondere Strahlung produzieren kann, die Schümmer für die Probenanalyse im Mikroskop braucht: die Synchrotronstrahlung. Das ist eine sehr intensive Strahlung, noch stärker als die Strahlung der Sonne – sie geht über den UV- und Röntgenbereich hinaus. Das Synchrotron gleicht somit einer universellen, überdimensionalen Lampe. „Genau diese Strahlung richtet das Mikroskop gebündelt auf einen kleinen Fleck – in unserem Fall die Probe im Mikroskop“, erklärt Schümmer.

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