Erfindung von FH-Student zum Patent angemeldet

Medizintechnik fasziniert Simon Drescher. Und das merkt man auch am Ergebnis: Sein Forschungsprojekt, die Entwicklung eines Orthesenprüfstands, absolvierte er so erfolgreich, dass jetzt die Anmeldung zum Patent läuft.  

Wer zum Beispiel einen Schlaganfall erlitten hat, dem wollen die Füße womöglich nicht mehr richtig gehorchen – Betroffene stolpern. Dann sind unter Umständen die sogenannten Fußheber-Muskeln in ihrer Funktion eingeschränkt – die dafür sorgen, dass der Fuß während der Schwungphase im Gang angehoben wird. Hilfe bekommen Betroffene durch Sprunggelenkorthesen. Sie stützen und halten Sprunggelenk und Fuß in Position und sorgen so für ein physiologisches Gangbild. Doch es gibt sie in vielen verschiedenen Versionen, weshalb Orthopädietechnikern die Auswahl der optimalen Orthesen schwerfällt. Hier setzt der Orthesenprüfstand an, den Simon Drescher in seinem Masterstudium Biomedizinische Technik an unserer Hochschule entwickelt hat.

„Durch den Prüfstand lässt sich ermitteln, wie steif eine Orthese ist, und hier hat jeder Patient andere Bedürfnisse. Einige brauchen nur wenig Unterstützung, andere mehr“, erklärt Drescher. Genau das richtige Modell zu finden, ist aber wichtig – nicht nur für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Patienten, sondern auch für die Optik. „Oberstes Ziel ist es, beim Patienten trotz Erkrankung ein möglichst natürliches Gangbild zu erreichen. Das Sanitätshaus hat also die Aufgabe, die Bedürfnisse jedes Patienten zu erkennen und diesem eine Orthese mit den passenden Eigenschaften zuzuordnen. Dabei ist die Steifigkeit der Orthese ein entscheidender Faktor bei der Auswahl. Bislang spielen hier die subjektiven Eindrücke des Orthopädietechnikers eine große Rolle.“ Zukünftig lässt sich das dank des Prüfstandes mit Zahlen untermauern

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