Laser im Nebel: Team vom Labor für Photonik präsentiert Demonstrator

Das Team vom Labor für Photonik präsentiert auf der Weltleitmesse „LASER World of PHOTONICS“ in München einen Demonstrator: Mit ihm zeigt es, wie der selbst entwickelte adaptive Spiegel arbeitet.

Über die Jahre hat das Team Spiegel mit besonderen Eigenschaften entwickelt: adaptive Spiegel, die ihre Oberflächenform verändern können. Diese Anpassungsfähigkeit bietet in Wissenschaft und Industrie große Chancen für verschiedenste Anwendungen. Zum Beispiel im Projekt „eVerest“, in dem unsere Hochschule mit sieben weiteren Partnern – darunter VW – daran forscht, wie sich individuelle Oberflächennarbungen für Innenraumelemente in Autos mit Lasern herstellen lassen, unter anderem für Armaturenbretter. Der ungefähr zwei Zentimeter große, kreisrunde Spiegel kann sich nach innen und nach außen wölben und damit die Fokuslage beeinflussen, das ist die Position der höchsten Lichtintensität eines Laserstrahls – mit einem Spiegel aus dem Badezimmer hat das also nichts mehr zu tun. Wie der adaptive Spiegel arbeitet, demonstriert das Laborteam mit einem Aufbau nächste Woche bei der „LASER World of PHOTONICS“ in München, der weltweit größten Messe für Lasertechnik und Optik.

 

„Es ist nicht so einfach, die Funktionsweise unseres Spiegels zu zeigen, denn er wölbt sich 3.000 Mal pro Sekunde, das ist mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmbar“, erklärt Dr. Sven Verpoort, Mitarbeiter im Labor für Photonik. Für den Demonstrator, einen druckergroßen Würfel im Plexiglasgewand, hat Masterstudent Andre Bußmeier den Spiegel verlangsamt. „Wir arbeiten beim Demonstrator mit einem Laser im sichtbaren Spektralbereich. Normalerweise wird der Spiegel für Bearbeitungslaser eingesetzt, welche im Infrarotbereich arbeiten und eine 10.000-fach höhere Leistung aufweisen“, sagt Bußmeier. Richtig sehen kann man den Laser und den sich dynamisch ändernden Strahlverlauf, den der adaptive Spiegel hervorruft, in einer kleinen Nebelkammer innerhalb des Aufbaus. Ein Verdampfer aus einer E-Zigarette erzeugt Nebel, der im Zusammenspiel mit Spiegeln, Linsen und Teleskopen den wandernden Fokus des Laserstrahls sichtbar macht.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Widerruf finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Seite drucken