Lebendige Schnittstellen zwischen Rotem Kreuz und unserer Hochschule

Wo sind gemeinsame Themen? Um darüber zu sprechen, haben Lehrende unseres Fachbereichs Oecotrophologie · Facility Management sich mit dem Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe an unserer Hochschule getroffen.

Es müsse nicht gleich die Corona-Epidemie sein. "Schon eine massive Häufung von Grippefällen in der Bevölkerung könnte dazu führen, dass kritische Infrastruktur lahmgelegt wird und die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr funktioniert", nannte Prof. Dr. Joachim Gardemann als ein Beispiel für eine Fragestellung an der Schnittstelle zwischen Oecotrophologie und humanitärer Hilfe. Um über mögliche gemeinsame Projekte zu sprechen, hatte das Team um Gardemann den Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Hasan Sürgit und Gerd Diesel, an die FH Münster eingeladen.

Seit Anfang des Jahres verbindet die Hochschule und das DRK eine besondere Kooperation: Beide sind gleichzeitig Arbeitgeber von Dr. Jan Makurat, dem neuen Nachwuchsprofessor für humanitäre Hilfe und Ernährung. Dekan Prof. Dr. Michael Krämer gab den Gästen einen Überblick über den Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management. Die Lehrenden Albrecht Fleischer, Ute Krützmann und Prof. Dr. Guido Ritter berichteten von Arbeitsgebieten und Forschungsprojekten, aus denen sich Themen für studentische Arbeiten und gemeinsame Projekte ergeben könnten. "Ich denke auch an Themen vor der eigenen Haustür, zum Beispiel an Projekte rund um die Verpflegung in Kitas und Pflegeheimen des DRK, oder auch an studentisches Engagement beim DRK", erläuterte Makurat. Mit dem Nachwuchsprofessor habe man nun neben Gardemann eine weitere lebendige Schnittstelle zwischen FH und DRK gewonnen, sagte Sürgit, der Vorsitzende des Vorstands.

Gardemann führte die Gäste durch die verschiedenen Labore am Fachbereich. Im food lab muenster präsentierte der Lebensmitteltechnologe Albrecht Fleischer erste Versuche einer Produktentwicklung, die für die humanitäre Hilfe gedacht ist. Sie besteht ausschließlich aus Erdnüssen und Kokosöl, alternativ aus Walnüssen und Kokosöl. "Bei der Realimentierung stark hungernder Menschen dürfen keine oder kaum Kohlenhydrate eingesetzt werden, dafür sehr fetthaltige Nahrung, um den lebensrettenden Hungerstoffwechsel aufrechtzuerhalten", so der Mediziner Gardemann.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Petra Seyfferth regte an, sich regelmäßig in einem kleineren Kreis über Fortschritte auf dem Laufenden zu halten. Einmal im Semester werden die Vertreter von DRK und FH zusammenkommen.

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