Mehrheit in Münster und Umgebung befürwortet Corona-Schutzmaßnahmen

Eine repräsentative Umfrage beleuchtet die aktuelle Stimmungslage zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie unter Bürger*innen der Region Münster. Durchgeführt wurde sie in einem Teilvorhaben des von unserer Hochschule koordinierten Verbundprojekts münster.land.leben.

Trotz aller Einschränkungen halten die Menschen in der Region Münster die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie überwiegend für sinnvoll und wirksam. Dies ist das zentrale Ergebnis einer von Kommunikationswissenschaftler*innen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster durchgeführten Studie. Ende November und Anfang Dezember befragten sie insgesamt 629 Personen zwischen 18 und 80 Jahren in Münster sowie in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf. Die Studie ergänzt eine ebenfalls repräsentative Befragung im Münsterland während der ersten Corona-Welle im April und Mai 2020. Sie gehört zum Teilvorhaben „Kommt Gesundheit an?“ der Forschungsinitiative münster.land.leben, die von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Ärzt*innen und medizinisches Fachpersonal bei den Befragten einen ausgezeichneten Ruf haben. Die Bürger*innen in Münster und den umliegenden Kreisen würden sich in großer Mehrheit gegen Corona impfen lassen, wenn ein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht – was zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht der Fall war.

Über zwei Drittel der Befragten halten die Corona-Maßnahmen insgesamt für angemessen. Für drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger im Münsterland ist die Gesundheit letztendlich wichtiger als die persönliche Freiheit. Den Demonstrationen und Aktionen gegen Corona-Maßnahmen können die Menschen in der Region wenig abgewinnen. Nur elf Prozent halten solche Aktivitäten für „sehr“ oder „eher richtig“.

Die meisten Menschen im Münsterland fühlen sich aktuell und kompetent informiert. Insgesamt halten drei Viertel der Befragten die Corona-Berichterstattung für vertrauenswürdig. Es mischen sich jedoch auch kritische Wahrnehmungen in dieses Bild: 38 Prozent haben den Eindruck, die Berichterstattung sei nicht ausgewogen und 17 Prozent halten die Berichterstattung zu Corona gar für manipuliert.

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