Gründerhochschule FH Münster: Innovationen und Karrieren gezielt fördern

Begeistern, befähigen, begleiten: Die Gründerhochschule FH Münster unterstützt beim Schritt in die Selbstständigkeit. Warum dies auf die beiden Hochschulperspektiven Bildung und Forschung einzahlt, erläutert Carsten Schröder, Vizepräsident für Transfer, Kooperation und Innovation und Geschäftsführer der TAFH Münster GmbH.

Schröder und sein Team haben in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und den Serviceeinrichtungen die Weiterentwicklung der Gründungsförderung in den letzten Jahren massiv vorangetrieben sowie viele Projekte und Fördervorhaben eingeworben. Dazu gehören unter anderem die Förderlinie EXIST-Potentiale des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit dem Projekt „Be an Entrepreneur!“, die regionale Start-up-Plattform REACH unter Federführung der WWU, das münsterlandweite Projekt „Gründergeist #Youngstarts“ des Münsterland e. V. und das Innovationslabor Münsterland des Netzwerks „Gründen aus Hochschulen“ aus Hochschule, Universität, Technologieförderung Münster und Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt.

Carsten Schröder, das Thema Entrepreneurship ist für die FH Münster ein wichtiges hochschulweites Anliegen. Warum?

Die FH Münster versteht sich als Innovationsmotor der Region. Das Münsterland ist eine Mittelstandsregion und davon abhängig, dass Menschen unternehmerische Verantwortung übernehmen. Wir bilden qualifizierte Fachkräfte für die Unternehmen im Münsterland aus, und wir arbeiten jetzt schon daran, dass auch die nächste und übernächste Generation von Unternehmerpersönlichkeiten in dieser Region bleibt. Übrigens gilt dabei immer, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Im Sinne von Intrapreneurship ist dies inzwischen auch ein zentrales Anforderungsprofil an angestellte Fach- und Führungskräfte.

Welche Rolle spielt dabei die TAFH Münster GmbH?

Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist es einfach unser „genetischer“ Anspruch, wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst immer auch in technische, wirtschaftliche und soziale Innovationen zu übertragen. Darin liegt der eigentliche Kernauftrag der TAFH Münster GmbH als Innovationsförderungs- und Projektentwicklungsgesellschaft der FH Münster.

Wie gelingt das?

Dafür gibt es diverse Wege und Ansätze. Wir sind hier bewusst sehr offen. Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht – wie gesagt – ein wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Bedarf beziehungsweise Nutzen. Ausgangspunkt ist hierbei oftmals eine neue Idee oder Technologie. Im Sinne unseres Mottos „Innovation durch Partnerschaft“ bringen wir dann sehr gezielt die erforderlichen Expert*innen zusammen, definieren gemeinsam die passenden Innovationsprozesse und Projektstrukturen und werben letztlich auch die erforderliche Finanzierung ein. Unternehmensgründungen sind hierfür eine sehr spannende Form, fallen aber nicht so einfach von Himmel. Nicht umsonst setzen wir bereits beim Begeistern für unternehmerisches Denken und Handeln an.

Um welche Gründungsvorhaben geht es dabei?

Wir haben diese für uns in vier Felder sortiert: technologiebasierte, wissensbasierte und soziale Gründungen sowie diverse spannende Vorhaben, die aber letztlich keinen direkten fachlichen Bezug zu unserer Hochschule haben. Die ersten drei Felder fördern wir intensiver und ganz gezielt – indem wir angehende Entrepreneur*innen zum Beispiel frühzeitig mit unseren Gründungsberater*innen zusammenbringen, sie in Projekte involvieren und somit ganz bewusst auf den Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Die aus dem vierten Feld mögen nicht weniger spannend sein, wir wollen hier aber letztlich vor allem einen guten Betreuungsübergang zu den Institutionen der regionalen Gründungsnetzwerke sicherstellen.

Mehr und mehr ist dabei auch soziales Unternehmertum ein Thema.

Das ist richtig und basiert auf einer sehr einfach strategischen Überlegung. Im Sinne von Science-to-Society haben wir in den letzten Jahren sehr intensiv daran gearbeitet, neben Kooperationen mit Unternehmen auch die Zusammenarbeit unserer Hochschule mit gesellschaftlichen und insbesondere sozialen Institutionen und Akteuren zu stärken. Unser regionales Engagement und soziales Unternehmertum gehen fließend ineinander über. Das liegt natürlich auch daran, dass wir zum einen richtig gute Leute im Team haben, die für das Thema brennen. Zum anderen aber auch an dem großen Interesse: Immer mehr Menschen, die sich selbstständig machen wollen, greifen im Sinne von Social Entrepreneurship gezielt gesellschaftliche Herausforderungen auf – sowohl im sozialen wie auch im ökologischen Bereich. Diese Impulse nehmen wir gern auf.

Die FH Münster ist Gründerhochschule – wie geht es in den nächsten Jahren weiter?

Wir wollen uns noch mehr positionieren und gemeinsam mit unseren vielen Partnern das Thema Gründung pushen – beispielsweise zusammen mit REACH und der inzwischen sehr aktiven Gründerszene Münster. Selbstverständlich sind wir darüber hinaus an vielen FHOrten im Münsterland aktiv und ganz im Sinne von TRAIN natürlich auch im Kreis Steinfurt. Und inzwischen sind wir durch unseren Ansatz xRegions und unser sehr gutes internationales Netzwerk beispielsweise in Europa, Nord- und Südamerika engagiert. Auch deshalb haben wir Entrepreneurship in unseren aktuellen Hochschulentwicklungsplan aufgenommen. Langfristig möchten wir das Thema noch stärker in den Studiengängen unserer Hochschule verankern, denn auch dafür gibt es ganz tolle Ideen sowie sehr engagierte Studierende und Lehrende. Es macht mich einfach stolz, wie gut Gründungsforschung, Gründungslehre und Gründungsberatung inzwischen an der FH Münster ineinandergreifen. Und ich persönlich glaube daran, dass man Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge viel verzahnter angehen sollte.  Auch hier sind wir bereits dran. Wir nehmen dies somit alles sehr wörtlich – wir unternehmen viel für die Innovationen von morgen. 

 

Gründungsinteressierte mit Beratungsbedarf bekommen Hilfe beim Team von FH Münster und TAFH Münster GmbH. Die Kontaktdaten sind unter fhms.eu/gruenden abrufbar. Dort finden sich auch ausführliche Informationen zur Karriereoption Unternehmertum, zu Veranstaltungen sowie zu den Projekten und Förderprogrammen, an denen die FH Münster beteiligt ist.

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