Kurt-Ernsting-Wissenschaftspreis: Studierende für Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Am Fachbereich Wirtschaft, der Münster School of Business (MSB), gibt es mit dem Kurt-Ernsting-Wissenschaftspreis eine neue Auszeichnung für wissenschaftlich herausragende Leistungen. 

Zwei Studierende der Münster School of Business (MSB) erhielten den Preis, der für herausragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich Handel und Märkte ausgeschrieben wurde, jetzt in einer digitalen Feierstunde. Er wird auf Bachelor-, Master- oder Dissertationsebene im Bereich Wirtschaftswissenschaften verliehen. Gute Aussichten auf eine Prämierung hat, wer mit seiner Abschlussarbeit zu einem besseren Verständnis von Handel und Märkten beiträgt und eine gute Anwendungsnutzung in Aussicht stellt. Niklas Hüvet wurde in der Kategorie Bachelor ausgezeichnet, Veronika Quast in der Kategorie Master.

Ausgeschrieben hat den Preis Ernsting's family. Das Coesfelder Textilunternehmen kooperiert bereits seit vielen Jahren im Rahmen einer Stiftungsprofessur an der MSB mit der FH Münster. Inhaberin der Professur ist Prof. Dr. Carmen-Maria Albrecht: „Die Idee, Studierenden einen Preis für besonders herausragende Abschlussarbeiten zu verleihen, haben wir von Hochschulseite an unser Partnerunternehmen herangetragen und der Vorschlag stieß sofort auf offene Ohren.“ Zunächst sei geplant gewesen, den Preis auf der Absolventenfeier 2021 zu verleihen, da diese aber pandemiebedingt ausgefallen sei, habe man sich nun für ein Online-Format entschieden. „Wir wollten Niklas Hüvet und Veronika Quast nicht länger warten lassen“, so Albrecht. Der Preis ist insgesamt mit 1.000 Euro dotiert, Hüvet und Quast erhalten jeweils 500 Euro.

Ausgewählt wurden die Studierenden von einer Jury, die neben Prof. Dr. Albrecht auch aus Prof. Dr. Wolfgang Buchholz und Prof. Michael Wasserman, Ph.D., von der MSB bestand. „An der Arbeit von Herrn Hüvet zum Thema ‚Potenzialanalyse – Crowdsourced Last Mile Delivery in Kombination mit Lastenrädern als zukunftsorientierte Art der KEP-Belieferung in urbanen Regionen‘ haben uns besonders der Fokus auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sowie der hohe Anwendungsbezug beeindruckt“, so die Hochschullehrerin. Lastenräder seien bei der Lieferung in Innenstädten, wo Parkplätze begrenzt sind, ein gutes Mittel, um Waren klimaneutral und direkt bis zur Haustür zu liefern.

„Die Masterarbeit von Frau Quast mit dem Titel ‚Interaction with Humanoid Robots in Retail Stores: An Empirical Study about Human-Robot-Touch and its Effects‘ haben wir ausgewählt, weil die Arbeit nicht nur methodisch auf hohem Niveau ist, sondern weil Frau Quast mit ihrer Arbeit zur Interaktion zwischen humanoiden Robotern und Menschen im Einzelhandel auch ein aktuelles und zukunftsträchtiges Thema mit vielen Handlungsempfehlungen aufgegriffen hat“, so Albrecht.

Für das Unternehmen Ernsting’s family nahm Marcello Concilio, Head of Corporate Communications & Culture, an der digitalen Feierstunde teil. Er stellte sowohl das Unternehmen als auch die Werte vor, für die der mittlerweile verstorbene Kurt Ernsting steht. Ganz im Sinne des Gründers habe man bei der Auswahl der Preisträger*in auch auf die verkörperten Werte der Person geschaut. „Kurt Ernsting stand für Verantwortung und Engagement für Familie und Gesellschaft und auch für langfristiges Handeln mit Weitblick, Selbstdisziplin, Bescheidenheit und Toleranz“, fasst Concilio zusammen. „Nachwuchs in der Region zu fördern und für Bildung zu begeistern, war ihm immer ein sehr wichtiges Anliegen.“ Für diese gelebten Werte solle auch der Preis ein Zeichen setzen.

Ganz praktisch tut dies nun auch eine Plakette am Seminarraum im Center for Consumer Insight & Retail Excellence (CECIRE) im Johann-Krane-Weg 27, der ab sofort den Namen „Kurt & Lilly Ernsting Forum“ trägt. Albrecht: „Ich freue mich, wenn dieser Raum bald wieder von vielen innovativen und kreativen Gedanken gefüllt sein wird und für kleine Seminare, Semesterprojekte und Besprechungen genutzt werden kann.“ Auch sei geplant, dass der Kurt-Ernsting-Wissenschaftspreis nun in jedem Jahr verliehen wird, berichtet die Stiftungsprofessorin. „Schön wäre, wenn es nächstes Mal wieder in einem feierlichen Rahmen auf der Absolventenfeier möglich wäre.“

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