Roboter im Gehege: Informatiker forschen im Zoo

Vier Beine, die Größe eines mittleren Hundes und Gelb. Das ist Yuki. Ein tierähnlicher Roboter, der Ende Juni für zwei Tage auf der Ameisenbärenanlage im Allwetterzoo einquartiert war. Hintergrund waren Forschungsarbeiten unserer Hochschule. Master-Studierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik untersuchten unter Leitung von Prof. Dr. Gernot Bauer die Reaktionen der Besucher*innen auf den Roboter des Herstellers Boston Dynamics.

Vollkommen autark war Yuki dabei nicht. Der rund 32 Kilo schwere Vierbeiner wurde von den Informatikstudierenden ferngesteuert. Die Bewegungen von Yuki wirkten dabei so echt, dass das eine oder andere Kind den gelben „Hund“ für ein reales Tier hielt. Auch Erwachsene waren zu beobachten, wie sie leise Befehle raunten, sich freuten, wenn Yuki tatsächlich Sitz machte, oder dezent an die Scheibe klopften und mit einem Lächeln weitergingen, nachdem der Roboter zurückgeklopft hatte. 

„Genau das wollten wir erreichen“, erklärt Bauer, „eine Interaktion von Mensch und tierähnlicher Maschine. Denn das hilft uns, zukünftige Anwendungsmöglichkeiten solcher animaloiden Roboter zu untersuchen.“ 

Auch die Erwartungen von Zoodirektorin Dr. Simone Schehka sind vollends erfüllt worden. „Wir waren sehr gespannt auf den Versuch. Dass Yuki Aufmerksamkeit erregt, haben wir erwartet. Dass aber jüngere Kinder den Roboter vereinzelte mit einem echten Tier verwechseln, verblüfft uns schon.“

Zum Thema:

Seit Dienstag (12. Juli) ist Yuki erneut im Zoo zu sehen. Bis zum Ende der Sommerferien steuern die zwei Informatikstudenten Raphael Betz und Florian Gude den Roboterhund täglich von 11 bis 16 Uhr. Der Ameisenbär muss sein Gehege dieses Mal nicht zur Verfügung stellen – Yuki bewohnt in diesem Zeitraum einen eigenen Bereich.

 

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